Unsere Projekte – So sieht das Breitband-Main-Kinzig-Netz aus
Unsere Aufgabe ist klar: Wir kümmern uns um eine gut funktionierende und moderne digitale Infrastruktur – überall dort, wo der Markt versagt, sprich: kein Privatanbieter aktiv wird.
Das größte und umfangreichste Projekt ist zweifelsohne unser aktuelles Vorhaben: Wir wollen alle Privathaushalte und Unternehmen des Main-Kinzig-Kreises bis Ende 2027 mit superschnellem Internet versorgen. Außerdem haben wir gerade unser Mobilfunk-Ausbauprojekt gestartet, mit dem wir 5G-Lücken schließen.
Doch dies sind nicht die einzigen Projekte, die die Breitband Main-Kinzig GmbH seit Bestehen erfolgreich umgesetzt hat. Hier erfahren Sie Näheres zu den einzelnen Vorhaben und auch zu den Gründen, warum wir in manchen Gebieten nicht ausbauen dürfen.
Mobilfunk-Ausbau
Der Ausbau der sogenannten „Weiße-Flecken-Gebiete“ im Main-Kinzig-Kreis mit Mobilfunkmasten ist unser neuestes Projekt. Dabei handelt es sich um Bereiche, die von keinem einzigen Netzbetreiber versorgt werden. Dort können also weder 4G/LTE- noch 5G-Funksignale empfangen werden. Wir machen das Leben für die Menschen damit besser und einfacher. Aber, und das darf nicht vergessen werden, wir stellen damit auch die Notfallvorsorge sicher, sodass zum Beispiel bei einem Verkehrsunfall überhaupt ein Notarzt gerufen werden kann.
Das Land Hessen bezuschusst dieses Ausbauprojekt zu 100 Prozent. Für jeden Mobilfunkmast rechnet die Breitband Main-Kinzig GmbH mit einer Planungs- und Bauzeit von mindestens einem Jahr: Von der geeigneten Standortsuche über nötige Beschlüsse der Kommunen, die Einrichtung der Baustelle bis hin zum eigentlichen Aufstellen des Mastes dürften jeweils zwölf Monate vergehen. Für jeden errichteten Mobilfunkmast müssen außerdem mindestens zwei verschiedene Mobilfunkanbieter gefunden werden, so verlangen es die Förderrichtlinien.
Das gesamte Ausbauprojekt ist auf einen Zeitraum von gut drei Jahren ausgelegt.
Einmal GIGA BITte!
Mit einem Volumen von rund 275 Millionen Euro ist das aktuelle Projekt gleichzeitig das anspruchsvollste Vorhaben: Wir wollen alle Privathäuser und Unternehmen mit gigabitfähigen Anschlüssen versorgen, die bislang noch keinen Zugang zu superschnellem Internet haben.
Unser Ziel ist es, den Landkreis gigabitfähig zu machen. Das heißt: Ein Gigabit für alle – egal ob über Glasfaser oder über das Kabelnetz.
Insgesamt geht es beim Projekt „Einmal GIGA BITte!“ um bis zu 35.000 Gebäude, die wir kostenlos anschließen können. Normalerweise liegen die Anschlusskosten für einen Gigabit-Anschluss bis ins Haus durchschnittlich bei mehr als 5.000 Euro pro Gebäude. Da wir Fördermittel von Land und Bund bekommen und weil der Main-Kinzig-Kreis die restlichen Kosten beisteuert, können wir diese bis zu 35.000 Gebäude komplett kostenlos für die Eigentümer anbinden. Unser Partner für den Gigabit-Anschluss der Privathaushalte ist Vodafone. Er hat die europaweite Ausschreibung gewonnen und aktiviert die Anschlüsse, über die dann gesurft werden kann. Wir sorgen also für die Infrastruktur in Form des Glasfasernetzes, Vodafone kümmert sich um die Anschaltung, und Tarife gibt es aktuell von Vodafone und M-net.
Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass die Gigabit-Richtlinie des Bundes genau vorgibt, wo wir im Main-Kinzig-Kreis ausbauen dürfen und wo nicht. Wir dürfen überall dort tätig werden, wo nicht schon ein Glasfaser- oder Kabelnetz liegt oder wo ein privater Anbieter bereits tätig ist oder plant es zu werden.
Ob und wie wir bei Ihnen ausbauen dürfen, erfahren Sie in den umfangreichen FAQs sowie bereits im ersten Schritt des Bestellformulars:
Anschluss der Neubaugebiete
Auch in den Neubaugebieten im Main-Kinzig-Kreis sorgen wir für den Gigabit-Ausbau: Gemeinsam mit der jeweiligen Kommune sorgen wir für die Verlegung der Glasfaser-Leitungen in den Gehwegen.
Den eigentlichen Hausanschluss übernehmen wir ebenfalls gerne. Das Verlegen der Glasfaser von den Gehwegen bis ins Gebäude (Fibre To The Home, FTTH), ist allerdings – genau wie Strom und Wasser – nicht förderfähig.
Durch Eigenleistungen der Hauseigentümer wie Hauseinführung und Verlegung eines Leerrohres auf dem Grundstück kann jedoch der Anschlusspreis auf 800 Euro reduziert werden.
Abgeschlossene Projekte
Das ELER-Projekt: Anbindung von entlegenen Höfen und Weilern an das Glasfaser-Netz
Weitere 133 entlegene Höfe und Weiler können im Main-Kinzig-Kreis im Rahmen des ELER-Projektes (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) mit Glasfaser-Anschlüssen versorgt werden. Der Ausbau wird mit bis zu 4,1 Millionen Euro Fördersumme von Land und Kreis unterstützt. Ziel des geförderten ELER-Projektes war es, den ländlichen Raum als attraktiven Wohn-, Wirtschafts- und Erholungsraum zu erhalten und die Lebensqualität langfristig zu verbessern.
Ausbau der Gewerbegebiete
Wir haben die Unternehmen in den Gewerbegebieten im Main-Kinzig-Kreis an das schnelle Glasfasernetz angeschlossen – natürlich auch hier bis ins Gebäude (Fibre To The Home, FTTH). Der Anschluss eines Gebäudes im Gewerbegebiet kostet im Schnitt circa 10.000 Euro bis 15.000 Euro – für die Unternehmerinnen und Unternehmer allerdings war der Anschluss kostenlos. Unser Partner für den Internetanschluss in Gewerbegebieten ist Vodafone. Dieses Projekt hat 2019 begonnen und wurde 2024 abgeschlossen. Es wurde von Land und Bund gefördert.
Krankenhäuser, Schulen, Verwaltungsgebäude
Die zentralen Versorgungsgebäude im Main-Kinzig-Kreis mit schnellstmöglichem Glasfasernetz auszustatten – darum ging es bei dem Projekt, das im Frühjahr 2016 begann und 2018 abgeschlossen werden konnte. Insgesamt mehr als 130 Schulen, Krankenhäuser, Rathäuser und andere Verwaltungsgebäude sind seitdem mit superschnellem Internet versorgt und direkt an das Glasfasernetz angeschlossen. Darüber hinaus wurden zwischen 2018 und 2022 sechs private Kliniken und fünf private Schulen identifiziert, die nicht über ausreichend Bandbreite verfügen. Auch diese wurden mit Glasfaser versorgt.
Anschluss von Höfen und Weilern
Auch Höfe und Weiler, die abgeschieden liegen, benötigen schnelles Internet, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Das ist uns bewusst – und deshalb waren wir auch hier aktiv. Seit 2015 haben wir kontinuierlich mehr und mehr Höfe und Weiler mit Hilfe von GAK-Fördermitteln des Landes Hessen ans Glasfasernetz angeschlossen. GAK, das bedeutet „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz“ und ist in Deutschland eines der Hauptinstrumente zur Förderung von Land- und Forstwirtschaft. Die Kosten für den Anschluss eines abgelegenen Hofes oder Weilers können dabei beachtlich sein und sogar 50.000 Euro betragen.
Damit fing alles an: VDSL-Ausbau
Mit dem VDSL-Ausbau fing alles an: Der Main-Kinzig-Kreis war Anfang der 2010er Jahre deutlich unterversorgt, was eine schnelle Internetverbindung angeht. Doch niemand aus dem privatwirtschaftlichen Markt wollte den Ausbau umsetzen. Deshalb hat der Kreis beschlossen, das Heft des Handelns selbst in die Hand zu nehmen und die Breitband Main-Kinzig GmbH gegründet, eine 100-prozentige Tochter des Main-Kinzig-Kreises.
Unser VDSL-Ausbau fand bundesweit große Beachtung und sorgte dafür, dass in unserem Kreis 135.000 Privatleute sowie Hunderte Unternehmerinnen und Unternehmer mit schnellem Internet bis zu 50 MBit/s versorgt wurden. Wir durften in all jenen Gebieten ausbauen, in denen der freie Markt dies nicht selbst regelte und teilweise katastrophale Bandbreiten von nicht einmal 2 MBit/s bis maximal 6 MBit/s herrschten. Unser Partner für den Internetanschluss bei diesem Projekt: Die M-net Telekommunikations GmbH.
Der VDSL-Ausbau ging von 2013 bis 2015 und sorgte nachhaltig für einen Schub im Main-Kinzig-Kreis. Doch die Welt dreht sich weiter: Mit dem Projekt „Einmal GIGA BITte!“ führen wir diesen Gedanken jetzt konsequent fort und sorgen für Bandbreiten von bis zu 1000 MBit/s (1 GBit/s). Auch hier wird der Main-Kinzig-Kreis wieder eine bundesweite Vorreiterrolle einnehmen.








