Etliche Abschlüsse nach Infoabend

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Breitband Main-Kinzig spricht in Spessartgemeinde über den Gigabit-Ausbau

Die Biebertalhalle war prall gefüllt: Locker 500 Menschen waren gekommen, um sich über den Glasfaserausbau in der Gemeinde Biebergemünd zu informieren. Simone Roth, Geschäftsführerin der Breitband Main-Kinzig GmbH, hatte gleich zu Beginn gute Neuigkeiten im Gepäck: „Wir starten schon 2023 mit dem Ausbau.“ Die Bestellquoten schossen nach der Veranstaltung in die Höhe.

Bürgermeister Matthias Schmitt freute sich riesig über die Resonanz: „Wow! Die Halle ist voll ohne Ende, die Sitzplätze reichen gar nicht aus.“ Zusätzlich zu den gut 500 Anwesenden hatten sich knapp 100 Menschen über den Livestream zugeschaltet. Das zeige, so Schmitt, wie wichtig der Glasfaserausbau für die Menschen ist.

Landrat Thorsten Stolz erläuterte direkt zu Beginn, warum der Anschluss für die Menschen überhaupt kostenlos ist: „Wir haben die einmalige Situation, dass wir von Bund und Land 180 Millionen Euro an Fördergeldern einholen konnten.“ Und weil der Main-Kinzig-Kreis selbst noch einmal 20 Millionen Euro zusteuert, können die Bürgerinnen und Bürger die Glasfaseranschlüsse bis ins Haus komplett kostenlos bekommen. Der Landrat betonte aber auch: „Wir können nicht in allen Städten und Gemeinden ausbauen.“ Das liege daran, dass die Breitband Main-Kinzig GmbH dies als kreiseigenes Unternehmen schlicht nicht darf. Denn: „Wo ein privater Anbieter ausbauen möchte oder wo bereits Glasfaser oder ein Kabelanschluss liegen, dürfen wir erst mal nicht ran“, erläuterte der Landrat.

In allen Städten und Gemeinden hingegen, in denen die Breitband Main-Kinzig ausbauen darf, profitieren ausnahmslos alle Menschen, sagte Simone Roth: „Wir betreiben kein Rosinenpicken. Wir bauen jede Ortschaft aus und schließen jedes Haus an, das bei uns einen Glasfaseranschluss bestellt.“ Es gehe dem Kreis beim Gigabit-Ausbau – im Gegensatz zu den privaten Anbietern – ausdrücklich nicht um Wirtschaftlichkeit. „Ziel ist es, unseren Main-Kinzig-Kreis für die Zukunft zu rüsten. Und da gehört jeder dazu“, verdeutlichte Roth. Stefan Hütte, Geschäftsführer von Athanus, ergänzte: „Normalerweise ist ein Glasfaseranschluss richtig teuer. Sie bekommen ihn kostenlos. Aber nur, bis wir in Ihrem Ort fertig sind. Danach ist es zu spät, danach muss ihn jeder selbst bezahlen.“ Das Unternehmen Athanus ist für die Tiefbauplanung zuständig.

Alles, was die Menschen dafür tun müssen, ist eine Gebäudeeigentümererklärung, kurz GEE, auszufüllen. Das ist die Erlaubnis für die Breitband Main-Kinzig, ein Grundstück zu betreten und den Anschluss zu installieren. Die GEE kann innerhalb weniger Minuten auf der Homepage der Kreistochter unter www.breitband-mkk.de/gee ausgefüllt werden. Und weil es zum Partner Vodafone immer wieder zu Rückfragen komme, erläuterte Simone Roth noch: „Einen Vertrag mit Vodafone müssen Sie nicht unterschreiben. Wir verlegen das Glasfaserkabel ganz unabhängig davon, ob sie es nutzen wollen oder erst einmal nicht.“

Steffen Reith von der Kommunikationsagentur Bensing & Reith moderierte die Veranstaltung und leitete auch die anschließende Fragerunde, bei der Interessierte sich zum Beispiel über ihren konkreten Fall zu Hause informieren konnten. Dieses Angebot wurde eifrig genutzt.

Die Bestellquoten in Biebergemünd sind nach der Veranstaltung deutlich gestiegen. Dazu beigetragen hatte Simone Roth während des Infoabends mit dem Satz: „Biebergemünd, da geht noch mehr.“ Bürgermeister Schmitt unterstrich das: „Internet ist unerlässlich und wird immer wichtiger. Ich animiere Sie dazu: Bestellen Sie sich Ihren Anschluss und überzeugen Sie auch Ihre Nachbarinnen und Nachbarn von dem kostenlosen Angebot.“

Sie bestellen „Einmal GIGA BITte“ für Biebergemünd (von links): Stefan Hütte von Athanus Partners, Christian Fütz und Andreas Müller von Vodafone, Moderator Steffen Reith von der Kommunikationsagentur Bensing & Reith, Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth, Landrat Thorsten Stolz und Bürgermeister Matthias Schmitt.

Sie bestellen „Einmal GIGA BITte“ für Biebergemünd (von links): Stefan Hütte von Athanus Partners, Christian Fütz und Andreas Müller von Vodafone, Moderator Steffen Reith von der Kommunikationsagentur Bensing & Reith, Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth, Landrat Thorsten Stolz und Bürgermeister Matthias Schmitt.

Mittelbuchen bekommt nächstes Jahr Glasfaser

Breitband Main-Kinzig errichtete Technikzentrale

Direkt neben der Mehrzweckhalle in Hanau-Mittelbuchen steht jetzt ein Point of Presence (PoP). Die Breitband Main-Kinzig stellte diesen Netzzugang jüngst auf, „weil wir Mittelbuchen bereits im nächsten Jahr mit Glasfaser versorgen werden“, sagt Geschäftsführerin Simone Roth. Der PoP ist Grundvoraussetzung, um mit dem Ausbau starten zu können. In der drei mal drei Meter großen Technikzentrale kommen schnelle Bandbreiten an, die auf die einzelnen Haushalte verteilt werden.

Sie alle freuen sich auf den anstehenden Glasfaserausbau in Mittelbuchen (von links): Angelika Gunkel (Mitglied Kreisausschuss), Uwe Häuser (Gesellschafter Breitband Main-Kinzig), Winfried Ottmann (Aufsichtsratsvorsitzender Breitband Main-Kinzig), Mathias Faubel (Projektleiter Vodafone), Günter Frenz (Kommunalberater atene KOM), Rolf-Peter Scharfe (Projektleiter Vodafone), Caroline Geier-Roth (Ortsvorsteherin Mittelbuchen), Erik Dachselt (Marketingagentur Mainblick), Thorsten Stolz (Landrat) und Claus Kaminsky (Oberbürgermeister Stadt Hanau.)

Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky betont: „Momentan empfangen die Bürgerinnen und Bürger aus Mittelbuchen nur 50 Megabit pro Sekunde. Das wird künftig nicht mehr ausreichen und soll sich 2023 durch das Projekt der Breitband Main-Kinzig GmbH ändern. Das ist eine ganz wunderbare Sache.“ Insgesamt können in Mittelbuchen 1258 Gebäude mit Glasfaser versorgt werden – 687 und damit 55 Prozent davon haben sich schon einen kostenlosen Anschluss gesichert. Aber: „Da geht noch mehr“, ist sich Simone Roth sicher, „bis zum Baustart wollen wir die 80-Prozent-Marke knacken.“ Übrigens baut die Breitband Main-Kinzig nicht nur in Mittelbuchen aus: Auch Klein-Auheim wird bis 2026 ans superschnelle Netz angeschlossen.

Die Breitband Main-Kinzig ist ein kreiseigenes Unternehmen und möchte bis 2026 etwa 80.000 Haushalte mit Glasfaser bis ins Gebäude versorgen. Die Kabel werden dabei bis ins Haus gelegt, das ermöglicht Bandbreiten von mindestens einem Gigabit pro Sekunde. Die wohl beste Nachricht: Der Glasfaseranschluss ist für alle, bei denen die Kreistochter förderrechtlich ausbauen kann, komplett kostenlos. Und warum sollten sich die Bürgerinnen und Bürger einen solchen Anschluss bestellen? „Er macht Internetverbindungen schneller, stabiler und steigert ganz nebenbei noch den Wert der eigenen Immobilie. Glasfaser ist einfach unsere digitale Zukunft“, sagt Roth.

(Von links) Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth und Assistent der Geschäftsführung Philipp Kneip stehen vor dem frisch errichteten Point of Presence.

Landrat Thorsten Stolz betont, warum es wichtig ist, diese einmalige Chance auf einen kostenlosen Anschluss zu nutzen: „Wir bauen das bereits vorhandene Glasfasernetz so aus, dass unsere Bürgerinnen und Bürger eine leistungsstarke Datenautobahn zur Verfügung haben werden, die allen Anforderungen einer digitalisierten Zukunft gerecht wird. Das betrifft alle Bereiche, für die eine Internetverbindung erforderlich ist – privat oder beruflich. Auch wer den Anschluss nicht sofort nutzen möchte, sollte zugreifen und das kostenlose Angebot nutzen.“

Beendet die Breitband Main-Kinzig erst mal ihre Ausbauarbeiten, ist der Kooperationspartner Vodafone an der Reihe. Dieser schaltet etwa sechs Wochen, nachdem die Kabel verlegt wurden, den Anschluss aktiv. Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth betont, dass aber „niemand gezwungen ist, einen Vertrag mit der Vodafone abzuschließen“. Den kostenlosen Glasfaseranschluss gibt es auch ohne Vodafone-Vertrag. Zur Erläuterung: Vodafone hat die europaweite Ausschreibung als Netzanbieter gewonnen, muss das Netz aber auch für andere Anbieter freischalten, wenn diese ein Interesse daran haben, ihre Dienste anzubieten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist das jedoch bei keinem der Fall.

Damit die Breiband Main-Kinzig bei den Bürgerinnen und Bürgern einen kostenlosen Glasfaseranschluss verlegen kann, benötigt sie die sogenannte Grundstückseigentümererklärung (GEE). Die kann ganz einfach auf der Homepage der Breitband (www.breitband-mkk.de) ausgefüllt und eingereicht werden. Caroline Geier-Roth, Ortsvorsteherin von Mittelbuchen, sagt abschließend: „Mit nur einem Klick kann man sich ohne Kosten für die digitale Zukunft rüsten. Egal, ob Schüler oder Arbeiter, ob jung oder alt – von diesem Glasfaseranschluss profitiert wirklich jeder.“

„Jossgrund als Wohn- und Wirtschaftsstandort stärken“

Breitband Main-Kinzig beginnt in Pfaffenhausen mit Glasfaser-Ausbauarbeiten

Jetzt bekommen die Bürgerinnen und Bürger in Jossgrund-Pfaffenhausen kostenlose Glasfaseranschlüsse: Die Ausbauarbeiten der Breitband Main-Kinzig GmbH haben begonnen. Dafür versammelten sich Jossgrunds Bürgermeister Rainer Schreiber, Landrat Thorsten Stolz, Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth, Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Ottmann, Kommunalberater des Fördergebers atene KOM Günter Frenz, Vodafone-Projektleiter Mathias Faubel und weitere Akteure des Projektes am Point of Presence (PoP), dem Netzzugang. Dort beginnen auch die Arbeiten.

„Ich freue mich einfach, dass es los geht“, sagt Rathauschef Rainer Schreiber. Jossgrund gehört zu den ersten Kommunen, in denen die Breitband Main-Kinzig ausbaut. „Wir haben vor drei Jahren an einer Gigabit-Studie teilgenommen und schon Vorbereitungen für einen Ausbau getroffen, obwohl wir noch gar nicht wussten, wer uns mit Glasfaser versorgen wird“, betont Schreiber. Heute sei er sehr froh darüber, dass sich die Breitband Main-Kinzig dieser wichtigen, digitalen Sache annehme. Sie sei ein verlässlicher Partner und agiere immer im Sinne der Bürgerinnen und Bürger.

Die Breitband Main-Kinzig ist ein Unternehmen des Kreises und möchte bis 2026 all diejenigen Haushalte mit kostenlosen Glasfaseranschlüssen versorgen, bei denen es förderrechtlich möglich ist. Das Projekt unterstützen Bund, Land und Kreis mit einer Summe von insgesamt 200 Millionen Euro. In Nidderau und Hasselroth hat der Glasfaserausbau bereits begonnen – Jossgrund ist nun die dritte Kommune, die ans superschnelle Netz angeschlossen wird. „Zuerst versorgen wir Pfaffenhausen mit Glasfaser, wir arbeiten uns Straße für Straße durch. Und dann sind Oberndorf, Burgjoß und Lettgenbrunn an der Reihe“, sagt Simone Roth.

Je nach Wetterlage soll der Ausbau in Pfaffenhausen bereits im Frühjahr nächsten Jahres abgeschlossen sein. 81 Prozent aller dort ausbaufähigen Haushalte haben sich schon den kostenlosen Glasfaseranschluss unter www.breitband-mkk.de/gee bestellt. „Damit gehört Jossgrund zu den drei quotenstärksten Kommunen“, erläutert Simone Roth. Das freut auch Landrat Thorsten Stolz: „Wir schlagen hier ein neues Kapitel auf. Durch dieses Projekt stärken wir die Gemeinde Jossgrund immens als Wohn- und Wirtschaftsstandort und sorgen innerhalb des Main-Kinzig-Kreises für gleiche Bedingungen zum Leben und Arbeiten.“ Und Kreisbeigeordneter und Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Ottmann ergänzt: „Jossgrund ist ein sehr ländlicher Raum. Kein anderer Anbieter würde hier ausbauen. Die Breitband Main-Kinzig tut es aber, weil leistungsstarke Glasfaseranschlüsse für die Zukunft eines jeden Ortes sehr wichtig sind und weil der Kreis Verantwortung für die Region übernimmt.“

Alle Bürgerinnen und Bürger aus Jossgrund, die sich noch keinen kostenlosen Glasfaseranschluss bestellt haben, haben jetzt die letzte Chance dazu. „Für die Menschen ist es kostenlos. Für den Kreis ist es eine Investition in die Zukunft. Die Fördermittel werden an der richtigen Stelle ausgegeben“, sagt Günter Frenz. Und Rainer Schreiber sagt abschließend: „Ein Glasfaseranschluss ist unerlässlich. Er steigert den Wert der Immobilie, macht Internetverbindungen schneller und stabiler, Homeoffice einfacher und ist außerdem ein Gewinn für Schüler und Studenten.“

Sie freuen sich, dass Pfaffenhausen mit superschnellem Internet versorgt wird (von links): Günter Frenz (Kommunalberater atene KOM), Rainer Schreiber (Bürgermeister Jossgrund), Winfried Ottmann (Aufsichtsratsvorsitzender Breitband Main-Kinzig), Thorsten Stolz (Landrat), Simone Roth (Geschäftsführerin Breitband Main-Kinzig), Juan Barrancos (Tiefbauunternehmen Imitel), Frank Falcón (Tiefbauunternehmen Imitel), Mathias Faubel (Projektleiter Vodafone) und Erick Zorrilla (Tiefbauunternehmen Imitel).

Drei neue PoPs für den Main-Kinzig-Kreis

Glasfaserausbau in Jossgrund startet noch in diesem Jahr, in Linsengericht und Gelnhausen 2023

Den ersten Point of Presence (PoP), oder auch Netzzugang, stellte die Breitband Main-Kinzig GmbH im Juli in Hasselroth-Gondsroth auf. Mittlerweile stehen im Main-Kinzig-Kreis schon acht dieser regionalen Internetknoten – drei davon wurden jüngst in Jossgrund, Linsengericht und Gelnhausen errichtet. „In diesen Kommunen legen wir mit unseren Glasfaser-Ausbauarbeiten bald los“, sagt Simone Roth, Geschäftsführerin der Breitband Main-Kinzig. Bis 2026 möchte die Kreistochter etwa 80.000 Haushalte mit gigabitfähigen Glasfaseranschlüssen ausstatten. Die PoPs sind dafür Grundvoraussetzung.

Ein Point of Presence, kurz PoP, ist die Technikzentrale und somit das Herzstück einer Glasfaser-Verkabelung. In diesen grauen, drei mal drei Meter großen Garagen kommen extrem hohe Bandbreiten vom internationalen Knotenpunkt in Frankfurt an, die schließlich auf die einzelnen Haushalte verteilt werden. Insgesamt werden im Main-Kinzig-Kreis knapp 20 solcher PoPs aufgestellt. Acht stehen bereits, „der Rest folgt im nächsten Jahr“, sagt Axel Eiring von Athanus Partners. Das Unternehmen ist beim Glasfaserprojekt der Breitband Main-Kinzig für die Architektur, Netz- und Bauplanung, Lieferantenbeschaffung und -überwachung verantwortlich.

In Gelnhausen steht neben dem Hallenbad übrigens ein besonderer PoP, Main-PoP genannt. „Dieser Übergabepunkt verteilt die schnellen Bandbreiten nicht nur auf gut 2600 Gebäude im Kernstadtbereich, sondern speist auch acht kleinere, umliegende PoPs, die wiederum weitere Haushalte versorgen“, sagt Simone Roth.

Haitz und Höchst sind die ersten Stadtteile Gelnhausens, in denen die Breitband Main-Kinzig GmbH nächstes Jahr mit dem Glasfaserausbau startet. Aber: In Haitz haben sich bisher nur 21, in Höchst nur 33 Prozent aller ausbaufähigen Haushalte einen kostenlosen Anschluss gesichert. Diese Quoten sind recht niedrig. Zum Vergleich: Dort, wo die Breitband aktuell ausbaut, haben sich mehr als 80 Prozent aller anschlussfähigen Haushalte Glasfaser bestellt. Landrat Thorsten Stolz sagt dazu: „Sich heute schon für die digitale Zukunft zu rüsten, ist extrem wichtig – für den privaten, aber auch den beruflichen Bereich. Nur jetzt haben Bürgerinnen und Bürger die einmalige Chance, diesen Anschluss kostenlos zu bekommen.“

In Linsengericht-Lützelhausen sieht es mit der Quote deutlich besser aus. Da soll es ebenfalls nächstes Jahr los gehen. Mehr als 68 Prozent aller ausbaufähigen Haushalte haben schon eine Grundstückseigentümererklärung (GEE) unter www.breitband-mkk.de/gee eingereicht. Damit ist Bürgermeister Albert Ungermann aber noch nicht zufrieden: „Wirklich jeder sollte sich einen kostenlosen Glasfaseranschluss ins Haus holen. Das ist die Zukunft.“ In Linsengericht steht der PoP übrigens im Ortsteil Geislitz und versorgt auch Altenhaßlau und Eidengesäß mit schnellem Internet.

Im Vergleich mit den anderen beiden Kommunen schlägt sich Jossgrund am besten. 1234 Gebäude können versorgt werden, 924 und damit etwa 74 Prozent aller ausbaufähigen Haushalte haben sich schon ihren schnellen Anschluss bestellt. Der PoP wurde in Pfaffenhausen aufgestellt und versorgt außerdem Burgjoß, Oberndorf, Villbach und Flörsbachtal-Lettgenbrunn. „Ich bin sehr glücklich, dass wir so gut vorankommen“, sagt Bürgermeister Rainer Schreiber, „die Zusammenarbeit mit der Breitband Main-Kinzig läuft super, die Gremien machen eine tolle Arbeit, alles läuft im Sinne der Bürgerinnen und Bürger.“ In Pfaffenhausen soll es bereits in diesem Jahr mit den Ausbauarbeiten losgehen.

Die Kreistochter Breitband Main-Kinzig ist mit dem aktuellen Stand sehr zufrieden. „Wir liegen perfekt im Zeitplan. Das Wetter spielt auch mit“, sagt Simone Roth. Günter Frenz, Kommunalberater des Fördergebers atene KOM, betont abschließend: „Mit der Errichtung der PoP-Standorte wird ein deutlich sichtbares Signal gesendet. Jeder, der noch keinen kostenlosen Anschluss bestellt hat, sollte das unbedingt tun. In nicht einmal drei Minuten kann man sich für die Zukunft rüsten.“

(Von links) Albert Ungermann (Bürgermeister Linsengericht), Simone Roth (Geschäftsführerin Breitband Main-Kinzig), Uwe Häuser (Gesellschafter Breitband Main-Kinzig), Günter Frenz (Kommunalberater ateneKOM), Christian Litzinger (Gesellschafter Breitband Main-Kinzig), Uwe Dirlam (Mitarbeiter Bauamt Linsengericht), Klaus Balzer (Gemeindevertreter Bürgerliste Freie Wähler Linsengericht), Christian Fütz (Projektleiter Vodafone) und Tobias Krieg (Mitarbeiter Bauamt Linsengericht) strecken den Daumen hoch für das Glasfaserprojekt der Breitband Main-Kinzig.

Sie freuen sich darauf, dass der Glasfaserausbau in Jossgrund bald los geht (von links): Axel Eiring (Tiefbauarchitekt Athanus Partners), Günter Frenz (Kommunalberater ateneKOM), Rainer Schreiber (Bürgermeister Jossgrund), Simone Roth (Geschäftsführerin Breitband Main-Kinzig) und Christian Fütz (Projektleiter Vodafone).

Sie stehen vor dem frisch errichteten Main-PoP in Gelnhausen (von links): Thorsten Stolz (Landrat), Günter Frenz (Kommunalberater ateneKOM), Stefan Hütte (Geschäftsführer Athanus Partners), Simone Roth (Geschäftsführerin Breitband Main-Kinzig), Uwe Häuser (Gesellschafter Breitband Main-Kinzig), Christian Litzinger (Vorsitzender Finanz- und Digitalisierungsausschuss Gelnhausen) und Christian Fütz (Projektleiter Vodafone).

„Ein einzigartiges, wegweisendes Projekt“

Glasfaserausbau in Hasselroth-Gondsroth beginnt am 4. Oktober

85 Prozent aller anschlussfähigen Haushalte in Hasselroth-Gondsroth haben bei der Breitband Main-Kinzig GmbH bereits eine Grundstückseigentümererklärung abgegeben – und sich damit einen kostenlosen Glasfaseranschluss gesichert. Die sehr gute Quote freut besonders Hasselroths Bürgermeister Matthias Pfeifer, der gemeinsam mit Landrat Thorsten Stolz, Breitband-Aufsichtsratsvorsitzendem Winfried Ottmann, Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth und weiteren Leitern des Projektes „Einmal GIGABITte“ den ersten Spatenstich setzte. Mit diesem symbolischen Akt gaben sie den offiziellen Startschuss für den Glasfaser-Ausbau in Gondsroth.

Dank der Fördermittel von Bund, Land und Kreis bekommen alle Bürgerinnen und Bürger, bei denen förderrechtlich ausgebaut werden darf, einen kostenlosen Glasfaseranschluss von der Breitband Main-Kinzig GmbH – sofern dieser bestellt wird. Ein solcher Anschluss ist aus vielerlei Gründen unerlässlich: Internetverbindungen werden sicherer, Surfgeschwindigkeiten schneller, die angeschlossenen Immobilien werden aufgewertet und Kommunen werden für die digitale Zukunft gerüstet. Wie wichtig ein gigabitfähiger Anschluss ist, machte auch Landrat Thorsten Stolz deutlich: „Es handelt sich um das größte Infrastrukturprojekt des Main-Kinzig-Kreises in den zurückliegenden fast 50 Jahren. Dieses wegweisende Projekt wird das Leben und das Arbeiten der Menschen im Kreis spürbar verbessern und ist eine einmalige Möglichkeit, die digitale Zukunft nachhaltig zu gestalten.“ Er dankte Matthias Pfeifer, der sich sehr dafür eingesetzt hatte, um eine so gute Quote zu erreichen: „Daran merkt man, wie toll wir alle an einem Strang ziehen.“

Am 4. Oktober geht es mit den Ausbauarbeiten in Gondsroth los. Zunächst wird das französische Tiefbauunternehmen NGE mit dem Aufgraben der Gehwege beginnen. „Wir legen hier ein ordentliches Tempo vor, um die digitale Zukunft schnellstmöglich einzuleiten und voranzubringen“, sagte Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann. Er stellte fest: „Das Projekt ist sehr gut angelaufen, und darauf sind wir sehr stolz.“ Die Bauarbeiten in Gondsroth werden etwa bis zum Jahreswechsel andauern. Danach sind die Orte Neuenhaßlau und Niedermittlau an der Reihe. Der gesamte Main-Kinzig-Kreis soll bis 2026 flächendeckend mit gigabitfähigem Internet ausgestattet sein, so Winfried Ottmann.

„Niemand muss sich Sorgen machen, dass er den Start der Ausbauarbeiten vor seiner Haustür verpasst“, betonte Simone Roth. Bevor die Tiefbauer nämlich ans Werk gehen, finden Hausbegehungen mit allen, die einen Anschluss bestellt haben, statt. Dies ist wichtig, weil gemeinsam mit den Hauseigentümern Hauseigentümerinnen besprochen wird, wo der Hausübergabepunkt (HÜP) gesetzt werden soll. Innerhalb von acht Wochen nach Abschluss der Glasfaser-Ausbauarbeiten schaltet der Diensteanbieter Vodafone das Netz aktiv. Mathias Faubel von Vodafone erklärte: „Die Zusammenarbeit mit der Breitband Main-Kinzig klappt super. Wir freuen uns, dass wir jetzt Schritt für Schritt die Kommunen mit Gigabit-Geschwindigkeiten versorgen.“ Auch Günter Frenz, Kommunalberater des Projektträgers atene KOM, lobte das Vorhaben der Breitband Main-Kinzig: „Die Fördergelder werden genau an der richtigen Stelle ausgeben. Da sind wir uns hundertprozentig sicher.“

Wer einen kostenlosen Glasfaseranschluss bestellen möchte, muss auf www.breitband-mkk.de/gee die Grundstückseigentümererklärung (GEE) ausfüllen. „Ich werde nicht müde, den Menschen in Hasselroth zu verdeutlichen, welche Chance sie sich entgehen lassen, wenn sie diese Erklärung nicht abgeben“, sagte Bürgermeister Matthias Pfeifer.

Sie gaben den offiziellen Startschuss für den Glasfaserausbau in Hasselroth-Gondsroth (von links): Matthias Rösch (Bauamtsleiter Hasselroth), Winfried Ottmann (Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender und Kreisbeigeordneter), Simone Roth (Breitband-Geschäftsführerin), Mathias Faubel (Vodafone-Projektleiter), Matthias Pfeifer (Bürgermeister Hasselroth), Thorsten Stolz (Landrat Main-Kinzig-Kreis), Uwe Häuser (Gesellschafter Breitband Main-Kinzig) und Günter Frenz (Kommunalberater ateneKOM).

„Machen Sie Werbung für den kostenlosen Gigabit-Ausbau“

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Breitband Main-Kinzig informierte bei Veranstaltung in Linsengericht

Das Interesse am Gigabit-Ausbau im Main-Kinzig-Kreis ist enorm: Zur Infoveranstaltung der Breitband Main-Kinzig GmbH in Linsengericht-Lützelhausen kamen mehr als 400 Menschen – zusätzlich hatten sich gut 100 Interessierte über den Livestream zugeschaltet. Sie alle ließen sich informieren, viele stellten fleißig ihre Fragen, die genauso konstruktiv und detailliert wie die Antworten waren.

Bürgermeister Albert Ungermann richtete zu Beginn der Infoveranstaltung deutliche Worte an seine Bürgerinnen und Bürger: „Sie haben hier die einmalige Möglichkeit, einen kostenlosen Glasfaseranschluss bis ins Haus gelegt zu bekommen. Es gibt keinen Grund Nein zu sagen. Nutzen Sie diese Chance. Eine zweite wird es nicht geben.“

Kreisbeigeordneter und Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Ottmann äußerte sich ähnlich: „Wenn Sie nachher überzeugt sind, wenn Sie Ihre Fragen gestellt haben und wir sie beantwortet haben, dann füllen Sie die Grundstückseigentümererklärung aus, damit es in Linsengericht richtig rundgehen kann.“

Die Appelle hatten freilich ihren Grund: Die Quoten in Linsengericht sind ausbaufähig. Spitzenreiter ist aktuell Lützelhausen mit 58 Prozent, wohingegen es in Eidengesäß gerade mal 30 Prozent der Hauseigentümer sind, die das kostenlose Glasfaserkabel bis ins Haus bislang bestellt haben. Der Ausbau in Linsengericht soll im Laufe des kommenden Jahres schrittweise starten. Ziel ist eine Quote von mindestens 70 Prozent.

Landrat Thorsten Stolz erläuterte, warum der Kreis und die Kreistochter Breitband Main-Kinzig dieses kostenlose Angebot überhaupt unterbreiten können: „Das geht nur, weil es uns gelungen ist, enorme Fördergelder hierher zu holen. Das sucht deutschlandweit seinesgleichen.“ Insgesamt 180 Millionen Euro steuern Land und Bund zum Gigabit-Ausbau im Main-Kinzig-Kreis bei, 20 Millionen kommen vom Kreis selbst.

Stefan Hütte, Geschäftsführer von Athanus Partners, veranschaulichte, wie die Tiefbauarbeiten konkret ablaufen werden. Und die Vodafone-Vertreter Andreas Müller und Rolf-Peter Scharfe machten Werbung für ihre Gigabit-Internettarife. Zur Erläuterung: Während Breitband Main-Kinzig das Glasfaserkabel kostenlos bis ins Haus legt, sorgt Vodafone anschließend dafür, dass über dieses Kabel auch gesurft werden kann – es bietet seine Internetdienste an.

Wichtiges Thema war der Ausbau in Altenhasslau und Eidengesäß – hier nämlich hat ein Privatanbieter vor langer Zeit bereits teilweise ein Kabelnetz gelegt. Überall dort, wo das der Fall ist, darf die Kreistochter nicht tätig werden. Denn: Auch über Kabel kann mit Gigabit-Geschwindigkeiten gesurft werden, deshalb dürfen die Fördergelder dort nicht verwendet werden.

Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth erklärte, dass die Breitband Main-Kinzig GmbH in manchen Orten nicht oder nur teilweise ausbauen darf, und zwar dann, wenn in einem Gebiet bereits Kabelnetze verlegt wurden oder ein Privatanbieter den Ausbau plant. „Dann sind uns die Hände gebunden. Wir dürfen in diesen Fällen einfach nicht ausbauen.“ Stefan Hütte schob nach: „Es besteht allerdings auch wirklich kein Bedarf in den Straßen, in denen es bereits Kabelanschlüsse gibt. Denn diese sind ebenfalls gigabitfähig.“

Moderator Steffen Reith von der Kommunikationsagentur Bensing & Reith rief abschließend noch einmal dazu auf: „Füllen Sie die Grundstückseigentümererklärung aus und machen Sie auch bei Ihren Freunden und Nachbarn ordentlich Werbung für den kostenlosen Gigabit-Anschluss. Es lohnt sich.“

Sehr viele Leute nahmen sich das zu Herzen: Schnell bildete sich nach der Veranstaltung eine lange Schlange am Stand der Breitband Main-Kinzig GmbH – wer noch keine Grundstückseigentümererklärung ausgefüllt hatte, wollte das nun schnell erledigen. Das geht übrigens auch online unter breitband-mkk.de/gee in wenigen Minuten.

Sie standen den Menschen Rede und Antwort (von links): Stefan Hütte von Athanus Partners, Bürgermeister Albert Ungermann, Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Ottmann, Landrat Thorsten Stolz, Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth, Rolf-Peter Scharfe von Vodafone, Moderator Steffen Reith und Vodafone-Mitarbeiter Andreas Müller.

„Eine einmalige Chance für den ländlichen Raum“

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Großes Interesse an Informationsveranstaltung zu Glasfaserausbau in Jossgrund

Noch in diesem Jahr möchte die Breitband Main-Kinzig GmbH mit ihrem Glasfaserausbau in Jossgrund beginnen. Um die Bürgerinnen und Bürger ausführlich über dieses Projekt zu informieren, veranstaltete die Kreistochter am Dienstagabend im Oberndorfer Bürgerhaus einen Informationsabend. Das Interesse war groß, Fragen gab es viele. Denen stellten sich Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth, Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Ottmann, Jossgrunds Bürgermeister Rainer Schreiber, Tiefbauarchitekt Axel Eiring und die Vodafone- Projektleiter Andreas Müller und Mathias Faubel.

Jossgrund habe schon früh erkannt, dass Glasfaser wichtig für die Zukunft sei, sagte Rainer Schreiber. Das würden auch die aktuellen Zahlen belegen: 67 Prozent der Besitzer aller anschlussfähiger Gebäude haben schon eine Grundstückseigentümererklärung abgegeben. Damit belegt Jossgrund knapp hinter Freigericht Platz vier aller Kommunen, in denen ausgebaut wird. „Die Quote ist gut, reicht mir aber noch nicht“, sagte der Bürgermeister, „nach dieser Veranstaltung möchte ich mit Ihnen gemeinsam die 80-Prozent-Marke knacken. Der Glasfaserausbau ist für den ländlichen Raum eine einmalige Chance.“

Ähnlich euphorisch zeigte sich auch Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth: „Jossgrund ist gut im Rennen“, sagte sie. Deshalb startet die Breitband Main-Kinzig Ende dieses Jahres mit ihrem Ausbau in Pfaffenhausen – dem Ortsteil, der mit 73 Prozent bisher die meisten Glasfaser-Bestellungen abgegeben hat. Dann folgen die Orte Lettgenbrunn, Oberndorf, Burgjoß und Villbach. Simone Roth betonte: „Wir lassen kein Rosinenpicken zu. Jeder, der Glasfaser haben möchte, und bei dem wir förderrechtlich ausbauen dürfen, bekommt einen Anschluss.“

Moderiert wurde die Veranstaltung von Steffen Reith (Kommunikationsagentur Bensing & Reith), der Winfried Ottmann fragte, warum Bund, Land und Kreis das Projekt mit einer hohen Summe an Fördermitteln unterstützen. „Ganz einfach, weil das Projekt eine Investition in die Zukunft ist“, sagte Ottmann. „Wir bauen ein Netz für die Bürger des Main-Kinzig-Kreises. Und das fördern Bund, Land und Kreis mit insgesamt 200 Millionen Euro.“ Tiefbauarchitekt Axel Eiring machte mit technischen Aussagen deutlich, warum ein Glasfaseranschluss für die Zukunft wichtig ist: „Sie können mit schnellen Bandbreiten und ohne Störungen im Internet surfen. Um den Glasfaseranschluss zu realisieren, werden wir 60 Zentimeter tief graben, Leitungen verlegen und dann wird alles wieder so hergestellt, wie es vor dem Ausbau war. Sie müssen sich also keinerlei Sorgen um Schäden an Ihrem Gebäude machen.“

Wer die schnellen Bandbreiten nutzen möchte, muss einen Vertrag beim Diensteanbieter Vodafone abschließen. Das Telekommunikationsunternehmen ist zurzeit der einzige Netzanbieter, „in Zukunft können aber auch andere dazukommen, weil das Netz offen für alle ist“, garantierte Simone Roth. Vodafone-Projektleiter Andreas Müller sagte: „Heutzutage läuft alles über das Internet. Homeschooling, Homeoffice und die Telemedizin sind nur einige Bereiche, für die ein Glasfaseranschluss wichtig ist.“

Egal, ob Bürgerinnen und Bürger einen Vertrag bei der Vodafone abschließen oder nicht: „Wichtig ist, dass sie die Grundstückseigentümererklärung abgeben und sich einen Anschluss bestellen“, erklärte Simone Roth. „Denn Glasfaser steigert enorm den Wert ihrer Immobilie und wird für die Zukunft entscheidend sein.“ Für eine Glasfaser-Bestellung muss man lediglich eine Grundstückseigentümererklärung (GEE) unter www.breitband-mkk.de/gee einreichen. Die Bürgerinnen und Bürger aus Jossgrund bekamen nach der Veranstaltung vor Ort die Möglichkeit, eine GEE zu unterzeichnen – und nahmen diesen Service auch fleißig wahr.

Sie stellten sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger aus Jossgrund (von links): Rainer Schreiber (Bürgermeister Jossgrund), Simone Roth (Geschäftsführerin Breitband Main-Kinzig), Steffen Reith (Moderator, Bensing & Reith), Winfried Ottmann (Aufsichtsratsvorsitzender Breitband Main-Kinzig), Andreas Müller (Vodafone-Projektleiter) und Mathias Faubel (Vodafone-Projektleiter).

Das waren die wichtigsten Fragen bei der Bürgerversammlung:

Können Glasfaserkabel auch über eine vorhandene Mehrsparteneinführung ins Gebäude gelegt werden?

Eine Mehrsparteneinführung ist in den meisten Fällen die sauberste und sicherste Methode für die Einführung von Kabeln ins Gebäude und wird deshalb auch beim Glasfaserausbau gern genutzt. Wenn die Glasfaserleitungen gut verdichtet werden können, dann wird die Mehrsparteneinführung definitiv verwendet, um einen Anschluss zu setzen.

Was müssen Bürgerinnen und Bürger im Falle eines Neubaus beachten, wenn sie Glasfaser haben wollen?

Es dürfen nur Gebäude angeschlossen werden, die bereits stehen. Alle Leitungen gehen aber auch an den Baulücken vorbei. Das bedeutet, dass die Breitband Main-Kinzig Reserven berücksichtigt, sollten diese leerstehenden Plätze noch bebaut werden. Im Falle eines Neubaus sollen die Bürgerinnen und Bürger unbedingt daran denken, ein Leerrohr bis zum Gehweg mitzuverlegen, damit dann später das Glasfaserkabel dort ganz unkompliziert durchgeführt werden kann.

Gibt es schon einen konkreten Ausbauplan und eine Reihenfolge, wann in welcher Straße gebaut wird?

Nein, den gibt es in Jossgrund noch nicht. Bürgerinnen und Bürger müssen sich aber keine Sorgen machen: Drei bis vier Wochen vor dem Bau werden sie kontaktiert, um einen Termin für eine Hausbegehung festzulegen. Bei dieser Hausbegehung wird besprochen, wo der Hausübergabepunkt gesetzt wird, und es werden letzte Fragen geklärt. Man muss also keine Angst haben, etwas zu verpassen – selbst, wenn man im Urlaub ist.

Das offene Netz für die Zukunft

Thomas Welz von der GNZ hat mit uns gesprochen. Unsere Geschäftsführerin Simone Roth und unser Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Ottmann haben ausführlich über den GIGABIT-Ausbau informiert.

Main-Kinzig-Kreis. Bis 2025 will die Breitband Main-Kinzig GmbH  bis zu 50.000 Gebäude mit gigabitfähigen Breitband-Internetzugängen versorgt haben. Dafür legt das Unternehmen Glasfaserleitungen bis in die Häuser. Über das gelegte Netz bietet anschließend Vodafone seine Dienste an. Schon jetzt haben rund 15.000 Haushalte schriftlich bekundet, dieses kostenlose Angebot in Anspruch nehmen zu wollen. Bei einem Pressegespräch ging es der Geschäftsführerin der Breitband Main-Kinzig GmbH, Simone Roth, und Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann vor allem um eines: den Bürgern zu versichern, dass hinter dem Angebot keine versteckten „Fallstricke“ lauern und dieses eine einmalige Chance ist.

Mit dem Ausbau startete die Breitband Main-Kinzig GmbH bereits in Nidderau. As nächste Kommunen folgen ab Oktober Hasselroth (zunächst Gondsroth, dann Neuenhaßlau), Freigericht (zunächst Bernbach, dann Altenmittlau) und Jossgrund (Pfaffenhausen, Oberndorf, Burgjoß). Anfang 2023 geht es dann weiter in Biebergemünd, Hanau-Mittelbuchen, Schlüchtern, Gründau, Flörsbachtal, Gelnhausen und Niederdorfelden.

„Wir arbeiten von Ortsteil zu Ortsteil, von Straße zu Straße“, fasst Simone Roth das Grundprinzip zusammen. Dabei ist es völlig unerheblich, wie viele Bürger in einer Straße sich für einen der kostenlosen Anschlüsse entscheiden. Verlegt werden die nötigen Kabel in der kompletten Straße – bei Nichtinteressierten aber eben nicht bis in deren Haus. Für die Mammutaufgabe arbeitet die Breitband GmbH, ein Tochterunternehmen des Main-Kinzig-Kreises, mit insgesamt fünf Tiefbaufirmen, anders wäre das Ganze logistisch nicht zu stemmen.

„Im Main-Kinzig-Kreis entsteht damit ein offenes Netz für die Zukunft“, sagt Simone Roth. „Offen“ heißt in diesem Zusammenhang: Kein Bürger ist verpflichtet, einen Vertrag mit Vodafone, dem Dienstanbieter, der die europaweite Ausschreibung gewonnen hat, abzuschließen. Jenes Unternehmen hat lediglich eine Art „Vorrecht“. Außerdem verspricht Vodafone allen Hauseigentümern, die bis mindestens 15. Oktober einen Vertrag mit Vodafone schließen, die Kabel auch innerhalb des Hauses kostenlos weiterzuverlegen. Und zwar auch dann, wenn der Bürger sich im Nachgang für einen anderen Netzanbieter entscheidet. Interessierte sollten allerdings besser auf „Nummer sicher“ gehen und rasch handeln, rät Simone Roth.

Wer den – dank der Fördermittel von Bund, Land und Kreis – kostenlosen Glasfaseranschluss bestellen möchte, muss lediglich auf www.breitband-mkk.de/gee die vorgenannte GEE ausfüllen. Wer dabei Hilfe benötigt, kann sich jederzeit telefonisch an die Breitband Main-Kinzig GmbH wenden (06051/851-3000). Allerdings bittet das Unternehmen um ein wenig Geduld, da in dieser Angelegenheit täglich mehrere hundert Anrufe eingehen und die Mitarbeiter-Kapazitäten begrenzt sind.

Die Kosten für einen Glasfaserhausanschluss bewegen sich üblicherweise zwischen 1.500 und 2.000 Euro. Hinzu kommt die Weiterverteilung innerhalb des Hauses, die – ohne die Förderung – zusätzlich mit mehreren hundert Euro zu Buche schlagen würde. Wer dieses Angebot nicht wahrnimmt, wird diese Kosten nach 2025 selbst tragen  oder auf eine technische Aufwertung seines Hauses verzichten müssen, betont Dezernent Ottmann.

Wichtig zu wissen: Nicht in jeder Stadt und Gemeinde darf die Breitband Main-Kinzig GmbH ausbauen, sondern nur dort, wo noch keine entsprechenden Kabel liegen. Ein großer Teil von Hanau und Maintal fallen für das Unternehmen daher schon mal weg. Hinzu kommen Kommunen, in denen andere Anbieter bereits ein Ausbauinteresse bekundet haben, wie zum Beispiel in Wächtersbach, Brachttal und Bad Soden-Salmünster. Und: Wer gerade ein Haus plant oder sogar bereits baut, fällt ebenfalls nicht in die Förderung. Profitieren können ausschließlich Häuser im Bestand.

In den ersten Kommunen, in denen ausgebaut wird, liegt die Teilnahmequote der Bürger schon jetzt bei über 80 Prozent. „Das ist ein Ergebnis, das uns stolz macht und das wir so nicht erwartet hätten“, sagt Simone Roth. Und was ist mit den fehlenden 20 Prozent? „Bei den Nichtinteressierten gibt es im Wesentlichen zwei Lager: Die einen haben die – unbegründete – Angst, sich knebeln lassen zu müssen, und die anderen sagen, ‚das brauche ich nicht‘.“ Letztere liefen mit dieser Haltung natürlich Gefahr, dass ihr Haus an Wert verliere, wenn das schnelle Netz im Betrieb ist.
Dezernent Ottmann betont in diesem Zusammenhang nochmals, dass mit der Verlegung der Hausanschlüsse „keinerlei Risiko“ verbunden ist. Das Angebot sei nicht nur kostenlos, sondern verpflichte auch zu nichts. „Jeder kann sich also für den Hausanschluss entscheiden, muss aber im Anschluss nicht zwingend einen Internetvertrag abschließen. Das Ganze ist schlicht und einfach eine kostenlose Investition in die Zukunft.“

Um Werbung in eigener Sache zu machen, werden in den jeweils anstehenden Ausbaukommunen vorab Info-Veranstaltungen organisiert und Wurfblätter an die Haushalte verteilt. Außerdem laufen Service-Mitarbeiter für den von der Breitband Main-Kinzig GmbH beauftragten Tiefbauer von Haus zu Haus, um gemeinsam mit den Bewohnern den Glasfaserausbau durchzusprechen. Zuvor werden mit den Eigentümern telefonisch Termine vereinbart. Wo wird das Glasfaserkabel in mein Haus eingeführt? Was passiert mit meinem Hof und Garten? Diese und weitere Fragen werden beantwortet. Wie eine Hausbegehung genau abläuft, zeigt die Breitband Main-Kinzig GmbH auch auf ihren sozialen Kanälen (Facebook und Instagram: @breitbandmkk). Die wichtigsten Fragen werden außerdem auf der Homepage beantwortet (breitband-mkk.de/ fragen-antworten).

So ist der Stand der Dinge beim Glasfaser im Kreis

Holger Weber-Stoppacher vom Hanauer Anzeiger hat sich zum Gespräch mit unserer Geschäftsführerin Simone Roth sowie mit unserem Aufsichtsratsvorsitzenden Winfried Ottmann getroffen und einige interessante Fragen zum Glasfaserausbau im Main-Kinzig-Kreis gestellt.

Main-Kinzig-Kreis – Über mangelndes Interesse an schnellem Internet kann sich die Breitband Main-Kinzig GmbH nicht beklagen. „Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, an den Orten, wo wir mit dem Ausbau beginnen, mindestens eine Abdeckungsquote von 60 Prozent zu erreichen.“ Mittlerweile sei man fast überall bei 80 Prozent, freut sich Simone Roth, die Geschäftsführerin der Gesellschaft, die eine 100-prozentige Tochter des Main-Kinzig-Kreises ist. Bis 2026 sollen alle Haushalte im Main-Kinzig-Kreis mit schnellem Internet versorgt sein. Insgesamt geht es beim Projekt „Einmal GIGA BITte!“ um bis zu 50 000 Gebäude, die kostenlos angeschlossen werden sollen. Bisher haben laut Roth knapp 15 000 Hauseigentümer die sogenannte Grundstückseigentümererklärung (GEE) unterschrieben. Diese ist Voraussetzung für den Anschluss ans schnelle Internet. Land und Bund bezuschussen das Projekt mit insgesamt gut 180 Millionen Euro, die restlichen Kosten in Höhe von 20 Millionen Euro steuert der Main-Kinzig-Kreis bei. Es ist nach Angaben des Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann (CDU) das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte des Kreises.

Im Zusammenhang mit der Glasfaseroffensive gebe es jedoch immer noch viele Nachfragen und Missverständnisse, berichten Roth und Ottmann im Gespräch mit unserer Zeitung. In dem Frage- und Antwort-Artikel sollen einige Unklarheiten beseitigt werden:

Baut die Breitband GmbH das Glasfasernetz in allen Kommunen des Main-Kinzig-Kreises aus?

Nein. Die Breitband GmbH darf nur dort tätig werden, beziehungsweise ihr Glasfasernetz ausbauen, wo es keinen privaten Anbieter gibt. Das sind zumeist die ländlichen Gebiete im Main-Kinzig-Kreis, wo sich der Ausbau für die Privaten nicht lohnen würde. In den Kommunen Neuberg, Hammersbach, Ronneburg und Rodenbach befindet sich der private Anbieter Yplay in der Vorvermarktungsphase oder bereits im Ausbau. Auch im Westkreis können Bürger bereits das Kabelnetz von Vodafone nutzen. Hier kommt die Breitband GmbH nur in Einzelfällen zum Zuge.

Bietet die Breitband GmbH auch selbst Internet an.

Nein, die kreiseigene Tochter ist nur für die Infrastruktur zuständig. Durch eine Ausschreibung wurde für den Gigabit-Ausbau die Firma Vodafone als Partner ermittelt. Vodafone ist für die Dienste zuständig, also für Telefon, Internet und TV.

Gibt es mit Vodafone nur einen Anbieter?

Theoretisch ginge es auch über einen anderen Anbieter, da der Netzbetreiber gesetzlich dazu verpflichtet ist, das Netz ebenfalls für andere zu öffnen (Open Access). Inwiefern jedoch weitere Anbieter ein Interesse daran haben, sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch offen, sagt Simone Roth. Wer die Vorteile des Glasfaseranschlusses jetzt nutzen wolle, müssen bei Vodafone einen Vertrag abschließen. Dies habe auch noch einen Vorteil, so Ottmann: Das sogenannte Installationspaket ist bei Vodafone in der Vorvermarktungsphase kostenlos. In dem Paket sind enthalten: die Verlegung des Glasfaser-Kabels vom vorhandenen Übergabepunkt im Haus (HÜP) bis zur Glasfaser-Anschlussdose sowie die Installation (ggfs. Wandmontage) der Glasfaser-Anschlussdose und des Glasfaser-Netzabschlussgeräts (ONT), das maximal 1,5 Meter von der Glasfaser-Anschlussdose entfernt sein darf.

Möglich sei aber auch einfach den alten Vertrag und den alten Anschluss weiter zu nutzen und somit das frisch verlegte Glasfaserkabel erst einmal links liegen zu lassen. Man bekomme den Glasfaseranschluss völlig unabhängig davon, ob die Dienste eines Internetanbieters jetzt oder irgendwann in der Zukunft in Anspruch genommen werden.

Wer trägt die Kosten für den Glasfaserausbau für die Privathaushalt im Main-Kinzig-Kreis?

Dort, wo die Breitband Main-Kinzig GmbH ausbauen darf, wird dies komplett von Bund, Land und Kreis finanziert. Für die Bürger ist dieser Ausbau kostenlos, wenn man davon absieht, dass der Ausbau von ihren Steuergeldern bezahlt wird. Um das zu ermöglichen, kann die Breitband GmbH auf Fördergelder von Bund und Land zurückgreifen, die etwa 90 Prozent der Kosten tragen. Die restlichen 10 Prozent übernimmt der Main-Kinzig-Kreis. Auch im Nachgang entstehen den Bürgern keine Folgekosten.

Was muss man tun, um einen Glasfaseranschluss zu bekommen?

Damit der Glasfaseranschluss hergestellt werden kann, benötigt die Breitband GmbH das Einverständnis des Hauseigentümers. Dazu muss dieser die sogenannte Grundstückseigentümererklärung (GEE) ausfüllen. Dies kann man online über die Website der Breitband GmbH machen (breitmand-mkk.de). Auf der Website erfahren die Bürger übrigens schon im ersten Schritt, ob bei ihnen das Glasfasernetz ausgebaut wird.

Braucht man bei einem Zwei-Familien-Haus zwei Glasfaseranschlüsse?

Nein. Wenn es dieselbe Adresse ist, wird nur ein Glasfaseranschluss benötigt. Allerdings sind zwei Internet-Verträge beim Partnerunternehmen Vodafone notwendig. Zumindest dann, wenn beide Haushalte die Vorteile von Glasfaser auch direkt nutzen möchten.

Wenn in einem Mehrfamilienhaus nur ein einziger Mieter Interesse bekundet: Müssen dann die anderen auch einen Vertrag abschließen, damit Glasfaser angeschlossen werden kann?

Nein, ein Auftrag reicht, damit in der Wohnung des Interessenten schnelles Internet eingerichtet werden kann. Allerdings muss der Grundstückseigentümer oder im Zweifel die Eigentümerversammlung die Grundstückseigentümererklärung (GEE) ausfüllen und damit den Glasfaseranschluss bis ins Haus bestellen. Ohne GEE ist kein Glasfaseranschluss möglich, und ohne Glasfaseranschluss kann kein Internet-Vertrag bei Vodafone abgeschlossen werden.

Wann erhalten die Bürger ihren Glasfaseranschluss?

Das Projekt ist angelegt bis Ende 2026 – bis dahin sollen all diejenigen Privathäuser im Main-Kinzig-Kreis an das Glasfasernetz angeschlossen werden, die die Breitband GmbH nach den Förderkriterien anschließen darf. Wann konkret wo ausgebaut wird, hängt zum einen von logistischen Faktoren ab, aber auch davon, wie viele Grundstückseigentümererklärungen in einem Ort bislang abgegeben wurden. Orte, in denen die Quote hoch ist, kommen tendenziell früher dran – schließlich sollen die Straßen nur einmal aufgerissen werden. Ein genauer Zeitpunkt für den Glasfaserausbau kann also erst zu einem späteren Zeitpunkt genannt werden. Es könne sogar ein paar Jahre dauern, bis der Anschluss realisiert werde, sagt Ottmann. Die Bürger werden darüber informiert, sobald der Ausbaubeginn feststeht: Sie bekommen rechtzeitig ein Schreiben, in welchem Zeitfenster der Bau geplant ist und dass das zuständige Tiefbauunternehmen sich zur Abstimmung melden wird, ergänzt Roth.

Was ist, wenn die Adresse in der Datenbank nicht hinterlegt ist?

In diesem Fall kann man ebenfalls unter „www.breitband-mkk.de/gee/ ‚Adresse nicht dabei“ die Adresse mit den Kontaktdaten an die Breitband GmbH senden. „Wir kümmern uns darum“, so Simone Roth.

Kann man den Internetanschluss auch nachträglich legen lassen?

Im Prinzip schon, dann kostet er aber Geld. Der Glasfaseranschluss kann jetzt nur deshalb kostenlos angeboten werden, weil Bund, Land und Kreis die Finanzierung vollständig übernehmen – allerdings nur im Rahmen des Förderprojektes. Das bedeutet: Die Techniker können nur ein einziges Mal kostenlos an einen Ort kommen, um Glasfaser zu verlegen. Ein späterer Anschluss sei technisch weiterhin möglich, könne allerdings nicht mehr gefördert werden. Die Kosten belaufen sich dabei nach Erfahrungen der Breitband GmbH auf etwa 2000 bis 4000 Euro, je nachdem, wie einfach sich der Glasfaseranschluss bis ins Haus (FTTH) errichten lässt.

Warum kostet auch der Anschluss in einem Neubaugebiet Geld?

Der Gebäudeanschluss in einem Neubaugebiet ist – genau wie der Anschluss von Strom, Gas und Wasser – nicht förderfähig und muss teilweise von den Eigentümern getragen werden. Teilweise deshalb, weil der Main-Kinzig-Kreis und die Kommunen in der Regel einen großen Teil der Kosten übernehmen, um Neubaugebiete einerseits an Strom, Gas und Wasser, andererseits aber auch an das Breitbandnetz anzuschließen. Deshalb sind die Gebäudeanschlusskosten für Bauherren in einem Neubaugebiet zwar nicht kostenlos, aber nach Angaben von Roth und Ottmann um ein Vielfaches günstiger, als es bei einer Bestandsimmobilie normalerweise – also ohne Förderung – der Fall ist.

Was ist zu tun, wenn es bisher nur ein Grundstück, aber noch kein Gebäude gibt?

Es dürfen nur Gebäude angeschlossen werden, die zum Zeitpunkt des Ausbaus bereits stehen. Dazu gehören auch schon Rohbauten. Grundsätzlich gehen die Leitungen aber auch an Baulücken in den Bebauungen vorbei. Dort werden bereits prophylaktisch Abzweige installiert. Es gelte jedoch das Prinzip des Neubaugebiets, der Anschluss muss dann später vom Eigentümer bezahlt werden, so Ottmann. Er empfiehlt, beim Neubau unbedingt ein Leerrohr bis zum Gehweg mit zu verlegen, damit dann später das Glasfaserkabel dort ganz unkompliziert durchgeführt werden könne.

Besteht die Gefahr einer Doppelzahlung, wenn Glasfaser angeschlossen wird, während der Vertrag beim alten Anbieter noch läuft?

Nein. Zunächst einmal ist der Gigabitanschluss losgelöst von einem Vertrag mit dem Breitband-Partner Vodafone zu betrachten. Der Bürger bekommt den Anschluss völlig unabhängig davon, ob er die Dienste von Vodafone jetzt oder irgendwann in der Zukunft in Anspruch nehmen will oder nicht. Wer sich dazu entschließe, die Vorteile des Glasfaserkabels zu nutzen, benötige einen Vertrag mit Vodafone. Die Empfehlung von Winfried Ottmann: „Beauftragen Sie bei Abschluss des Vertrags auch gleich den Anbieterwechsel mit Rufnummernmitnahme. Dann stimmt Vodafone den Anschalttermin individuell mit Ihnen ab und kümmert sich um die Kündigung bei Ihrem bisherigen Anbieter. Sie zahlen dann also nicht doppelt.“

Welche Arbeiten übernimmt die Breitband GmbH genau?

Die Breitband Main-Kinzig GmbH lässt den kompletten Hausanschluss bis in das Gebäude (FTTH) herstellen. Dazu wird ein Tiefbauunternehmen beauftragt. Die notwendigen Arbeiten werden in verschiedenen Arbeitsschritten erfolgen. Beim Bürger wir gebaut – mit allen möglichen Konsequenzen.

Der Ablauf ist folgendermaßen: Nach der Beauftragung meldet sich das zuständige Tiefbauunternehmen vor Beginn der Arbeiten beim Eigentümer und stimmt unter anderem die folgenden Dinge mit ihm ab: Hauseinführungspunkt, Trassenverlauf auf dem Grundstück, Setzen der Abschlussbox. Wenn das alles geklärt ist, geht es los. Die Rohre werden gelegt, die Einführung anschließend wieder gas- und wasserdicht verschlossen. Danach kann die Glasfaser vom Verteiler in der Nähe des Gebäudes an der Straße bis in ins Gebäude eingeblasen und in der Box montiert werden. Ist das erledigt, dann ist der Glasfaseranschluss hergestellt. Das Tiefbauunternehmen verschließt nun sämtliche Oberflächen auf dem Grundstück und bittet um Abnahme.