„Homeoffice ist jetzt problemlos möglich“

Glasfaser-Anschlüsse in Gründau sind jetzt aktiv geschaltet

Grund zur Freude in Gründau: Die Glasfaser-Anschlüsse, die von der Breitband Main-Kinzig GmbH verlegt wurden, hat Vodafone jetzt in Betrieb genommen. 87 Prozent der Bürgerinnen und Bürger haben sich hier den kostenlosen Anschluss bestellt. Einer davon ist Rüdiger Neuweg, der gemeinsam mit Astrid Bergmann das Unternehmen Neuweg GmbH leitet. Die Firma ist im Bereich Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin sowie Lärm- und Brandschutz tätig. Er sagte: „Unsere Mitarbeitenden sind überwiegend im Außendienst und Homeoffice. Für sie ist eine stabile Internetverbindung Voraussetzung, um gut arbeiten zu können. Und die haben wir jetzt endlich.“

In Gründau erfolgte im August 2023 der Baustart, im vergangenen Juni wurden die Ausbauarbeiten abgeschlossen. Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth sagte bei der Inbetriebnahme: „Ich freue mich besonders darüber, dass die Quote kurz vor Ausbaustart noch mal nach oben geschossen ist. Die Menschen haben erkannt, wie wichtig Gigabit-Geschwindigkeiten künftig sein werden.“

Insgesamt sind in den Gründauer Glasfaser-Ausbau 15,2 Millionen Euro geflossen. Dank der Fördermittel von Bund, Land und Kreis ist ein Anschluss für die Bürgerinnen und Bürger des Main-Kinzig-Kreises aber kostenlos. Landrat Thorsten Stolz sagte: „Wir investieren kräftig in den Main-Kinzig-Kreis als Wirtschafts- und Wohnstandort, aber vor allem in die Menschen, die hier leben. Gutes Internet zu haben, hängt im Main-Kinzig-Kreis nicht davon ab, ob jemand in der Stadt oder auf dem Land lebt, das ist uns ein wichtiges Anliegen.“

Und Bürgermeister Markus Kern ergänzte: „Mein Dank gilt dem Kreis, der die richtigen Schritte zur richtigen Zeit eingeleitet hat. Das ist eine tolle Aktion für unsere digitale Zukunft.“

Da das Projekt mit Fördermitteln von Bund und Land umgesetzt wird, muss die Breitband Main-Kinzig GmbH sich strikt an die Gigabit-Förderrichtlinie halten. Diese besagt unter anderem, dass in Kabelnetzgebieten nicht gebaut werden darf. „Von dieser Regel war auch Gründau in Teilen betroffen. Wir sind weiterhin in Gesprächen, damit diese Förderrichtlinie perspektivisch geändert wird“, sagte Simone Roth.

Jannik Marquart, Kreisbeigeordneter und Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender, sagte: „Mit der Firma Neuweg wurde heute beispielhaft deutlich gemacht, warum unser Projekt so wichtig ist. Homeoffice ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt problemlos möglich. Daten können einfach von unterwegs aus abgeglichen werden. Das ist effizient und flexibel und die Digitalisierung sogt dafür, dass Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben können – egal, an welcher Stelle im Main-Kinzig-Kreis sie ihren Standort haben.“

Für die Inbetriebnahme des verlegten Netzes ist der Kooperationspartner Vodafone zuständig. 15.000 Kundinnen und Kunden konnte das Unternehmen im Main-Kinzig-Kreis schon gewinnen, 5000 davon empfangen bereits die Gigabit-Geschwindigkeiten. Rolf-Peter Scharfe, Leiter Glasfaser-Kooperationen Deutschland, sagte: „Alles läuft nach Plan. Bis 2027 werden alle Kundinnen und Kunden ans Netz angeschlossen sein.“

Abschließend betonte Unternehmerin Astrid Bergmann: „Wir freuen uns über die verbesserten Möglichkeiten, die uns jetzt mit unserem neuen Anschluss geboten werden.“

Sie freuen sich, dass die Bürgerinnen und Bürger in Gründau jetzt mit Highspeed-Geschwindigkeiten surfen (von links): Philipp Kneip (Assistent der Breitband-Geschäftsführerin), Simone Roth (Breitband-Geschäftsführerin), Thorsten Stolz (Landrat), Svitlana Neuweg (Mitarbeiterin Neuweg GmbH), Rüdiger Neuweg (Geschäftsführer Neuweg GmbH), Astrid Bergmann (Geschäftsführerin Neuweg GmbH), Jannik Marquart (Kreisbeigeordneter und Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender), Sabrina Hertnagel (Gebietsmanagerin Glasfaserkooperationen Vodafone Deutschland), Markus Kern (Bürgermeister Gründau), Rolf-Peter Scharfe (Leiter Glasfaserkooperationen Vodafone Deutschland).

Simone Roth und Jannik Marquart

„Haben unser Ziel deutlich überschritten“

Simone Roth und Jannik Marquart

Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth und Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender Jannik Marquart freuen sich, dass bereits 75 Prozent aller Gebäude, die ausgebaut werden dürfen, ans superschnelle Netz angeschlossen sind.

Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth und Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender Jannik Marquart blicken stolz auf bisher erfolgreichstes Jahr des Glasfaser-Ausbaus

Das vierte Jahr in Folge versorgt die Breitband Main-Kinzig GmbH flächendeckend Gebäude mit Glasfaser. Schaut man auf die Zahlen, dann steht fest: 2025 war das bislang erfolgreichste Ausbau-Jahr. Allein in diesem Jahr wurden 14.500 Gebäude mit einem Anschluss versorgt, in 42 Ortsteilen wurde der Ausbau fertiggestellt. Im Jahresabschlussinterview blicken Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth und Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender Jannik Marquart auf die Meilensteine und Herausforderungen zurück und geben einen Ausblick auf das nächste Jahr.

Wie hat sich das Infrastrukturprojekt im Vergleich zu den Vorjahren entwickelt? Worauf sind Sie besonders stolz?

Simone Roth: In diesem Jahr haben wir im Vergleich zu den anderen Jahren noch mehr gebaut. Ein großes Lob geht daher an unsere Tiefbauer, die trotz Wind und Wetter auf den Baustellen fleißig waren. Nach aktuellem Stand sind 75 Prozent der Gebäude, die wir anschließen dürfen, ans superschnelle Netz angeschlossen. Das Projekt hat in diesem Jahr also deutlich Fahrt aufgenommen. Unsere gesetzten Zielvorgaben haben wir sogar deutlich übertroffen.

Jannik Marquart: Das Jahr 2025 hat uns nochmal mehr gezeigt, dass es genau richtig ist, die Bürgerinnen und Bürger über alle Schritte des Glasfaser-Ausbaus zu informieren. Kommunikation ist wichtig. Deshalb haben wir dieses Jahr die 30.000 Glasfaser-Bestellungen geknackt. Deutschlandweit bekommt kein anderes FTTH-Projekt so großen Zuspruch.

Insgesamt wurden bereits 42 Ortsteile ausgebaut und durch Vodafone in Betrieb genommen. Was ist das Herausforderndste bei solch einem großen Projekt?

Roth: Ganz klar das Management. Wir haben mit sieben Tiefbauunternehmen gleichzeitig ausgebaut. Jede einzelne Baustelle wurde überwacht und dokumentiert. Diese Schritte gehören genauso zum Ausbauprozess dazu wie die Bauarbeiten an sich.

Marquart: Das Tiefbauunternehmen Kurt Leitungstiefbau ist leider insolvent gegangen. Das hat uns in den Planungen natürlich etwas zurückgeschmissen. Aber wir haben schnell Ersatz finden können und setzen die Ausbauarbeiten nun wie geplant fort.

Wird das Projekt denn überhaupt wie angekündigt bis 2027 fertig?

Marquart: Wenn keine unerwarteten Zwischenfälle eintreten, werden wir bis 2027 den gesamten Tiefbau fertigstellen.

Und wie geht es danach weiter? Gibt es weitere Projekte, die die Breitband Main-Kinzig GmbH umsetzt?

Roth: Im Frühjahr 2026 starten wir zunächst mit unserem Nachverdichtungsprojekt. Alle Bürgerinnen und Bürger, die beispielsweise umgezogen sind und noch kein Glasfaser im Haus haben, bekommen von uns nochmal die finale Chance, sich einen Anschluss zu bestellen. Wir beginnen in den Kommunen mit der Nachverdichtung, in denen wir 2022 mit dem Glasfaser-Ausbau gestartet sind. Wie immer gibt es dazu alle Informationen auf unserer Homepage und unseren sozialen Kanälen, wenn es so weit ist.

Marquart: Und nicht zu vergessen ist unser Mobilfunk-Ausbau. Wir verbessern mit der Breitband Main-Kinzig GmbH den Empfang im Kreis und errichten dafür neue Masten. Den ersten Mast bekommt nächstes Jahr Mosborn in der Gemeinde Flörsbachtal. Das Land Hessen bezuschusst dieses Projekt zu 100 Prozent. Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar. Denn jeder weiß: Guter Mobilfunkempfang verbessert und vereinfacht das Leben der Bürgerinnen und Bürger.

Roth: Und wenn wir gerade schon von anderen Projekten sprechen: Wir haben 2025 das ELER-Projekt beendet. Alle entlegenen Höfe und Weiler, die sich einen Anschluss bestellt haben, sind nun vollständig versorgt. Außerdem wurde der Gewerbegebiete-Ausbau erfolgreich beim Fördergeber schlussgeprüft.

Zu den Erfolgen dieses Jahres gehört sicherlich auch, dass die Bürgerinnen und Bürger seit Oktober Tarife bei M-net buchen können. Wie sieht es mit weiteren Anbietern aus?

Roth: Wir sind glücklich darüber, dass es jetzt auch einen zweiten Anbieter gibt. Ob künftig noch ein Unternehmen dazukommt, wird sich zeigen.

Wie lauten die Ziele für 2026? Was wünschen Sie sich?

Marquart: Für mich darf es gerne in diesem Tempo weitergehen. Viele Nachbar-Landkreise bestaunen unseren Ausbau und fragen uns immer wieder, wie wir zu so hohen Quoten kommen. Dazu kann ich nur sagen: Die Breitband Main-Kinzig GmbH macht wirklich einen großartigen Job und geht jedem Einzelfall nach. Die Zusammenarbeit mit den Kommunen klappt super. Das gilt auch für die Fördergeber, den Bund, das Land sowie die Verantwortlichen unseres Kreises. Mein Wunsch ist, dass die Bürgerinnen und Bürger den großen Mehrwert für den Main-Kinzig-Kreis sehen und uns bei der Umsetzung weiterhin so gut unterstützen.

Roth: Als Geschäftsführerin wünsche ich mir, dass keine weiteren Tiefbauer insolvent gehen, und wir 2026 weiterhin große Fortschritte machen. Und als Bürgerin des Main-Kinzig-Kreises wünsche ich mir, dass wir den Tiefbauern Dankbarkeit entgegenbringen. Wenn alle an einem Strang ziehen, wird das Projekt bald seinen erfolgreichen Abschluss finden.

Linsengerichts Digitalbeauftragter Erhard Hartmann und Bürgermeisterkandidatin Astrid Rost informierten sich bei Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth (von links) über den Glasfaser-Ausbau in Linsengericht.

„Wir sind froh, dass ihr hier so gute Arbeit leistet“

Glasfaser-Ausbau in Linsengericht auf der Zielgeraden / Bürgermeisterkandidatin Astrid Rost informiert sich über aktuellen Stand

Es sind nur noch wenige Schritte, die fehlen, bis Linsengericht komplett ans Glasfaser-Netz angeschlossen ist. Die Breitband Main-Kinzig GmbH hat die Ausbauarbeiten in Altenhaßlau, Geislitz, Großenhausen mit Waldrode und Eidengesäß abgeschlossen. In Lützelhausen wird aktuell noch gebaut. „Wir hatten in Linsengericht mit zwei Insolvenzen zu kämpfen: Die Tiefbauer NGE und Kurt Leitungstiefbau sind insolvent gegangen, was zu Verzögerungen beim Ausbau geführt hat“, sagt Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth, „aber wir konnten Ersatz finden und blicken jetzt glücklich in Richtung Beendigung aller Arbeiten.“

Die Linsengerichter Bürgermeisterkandidatin Astrid Rost (SPD) stattete der Breitband Main-Kinzig GmbH einen Besuch ab, um sich über den aktuellen Stand zu informieren. Zur Insolvenz der Tiefbauer sagte sie: „Klasse, dass die Breitband sich nicht einfach weggeduckt hat, sondern direkt nach Ersatz gesucht hat. Das zeigt, wie wichtig es ist, bei so einem großen Projekt einen verlässlichen Partner an seiner Seite zu haben.“

Simone Roth erläuterte den gesamten Ausbauprozess und sagte: „Nach jedem Bau kontrollieren wir ausgiebig, wie gebaut wurde und dokumentieren mögliche Mängel, die durch den Bau entstanden sind. Dafür stehen wir stets in engem Kontakt mit der Kommune. Und in Linsengericht läuft der Austausch einfach klasse.“

De Ausbauarbeiten in Lützelhausen sollen bis zum Frühsommer 2026 fertiggestellt werden. Anschließend wird das Netz an Vodafone zur Inbetriebnahme übergeben. Und dann dauert es etwa acht Wochen, bis die Bürgerinnen und Bürger die Gigabit-Geschwindigkeiten empfangen. Erhard Hartmann, Digitalbeauftragter der Gemeinde Linsengericht, sagte: „Wir sind froh, dass ihr hier so gute Arbeit leistet. Für die älteren Bürgerinnen und Bürger ist es nicht immer greifbar, was ihr eigentlich genau da macht. Aber wenn ich von Vorteilen wie zum Beispiel der Wertsteigerung der Immobilie, der Telemedizin oder der Möglichkeit, Videoanrufe mit Verwandten und Bekannten zu machen, berichte, ist das Interesse geweckt und es wird sich konkret mit dem Anschluss beschäftigt.“

Die Bestellfristen sind in Linsengericht schon alle abgelaufen. Für alle, die ihre Chance verpasst haben, hat Simone Roth aber abschließend noch gute Neuigkeiten: „Alle, die noch Interesse an einem kostenlosen Anschluss haben, können sich für unser Nachverdichtungsprojekt melden. Die Kabel liegen sowieso schon unter der Erde. Und wer die Fasern bis ins Gebäude empfangen möchte, kann sich auf unsere Nachverdichtungsliste schreiben lassen. Wenn wir im gesamten Main-Kinzig-Kreis mit den Ausbauarbeiten fertig sind, drehen wir nochmal eine Extrarunde und schließen Nachzügler an.“

Linsengerichts Digitalbeauftragter Erhard Hartmann und Bürgermeisterkandidatin Astrid Rost informierten sich bei Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth (von links) über den Glasfaser-Ausbau in Linsengericht.

Linsengerichts Digitalbeauftragter Erhard Hartmann und Bürgermeisterkandidatin Astrid Rost informierten sich bei Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth (von links) über den Glasfaser-Ausbau in Linsengericht.

„Wir nehmen ordentlich Geld in die Hand!“

Präsentation der Infoveranstaltung in Steinau als PDF-Datei herunterladen

Breitband Main-Kinzig startet in Kürze mit Glasfaser-Ausbau in Steinau an der Straße

Bald geht’s los in der Märchenstadt: Um die Bürgerinnen und Bürger über den anstehenden Glasfaser-Ausbau zu informieren und Fragen zu beantworten, hatte die Breitband Main-Kinzig zusammen mit der Stadt Steinau zum Infoabend geladen. Und der wurde sehr gut angenommen: Mehr als 200 Menschen kamen in die Markthalle des Rathauses.

Christian Zimmermann, Bürgermeister der Stadt Steinau, sagte gleich zu Beginn in seinem kurzen Grußwort, worum es ging: „Nutzen Sie diesen Abend, um sich zu informieren, und sichern Sie sich anschließend Ihren kostenlosen Glasfaser-Anschluss. Eine solche Chance kommt wahrscheinlich kein zweites Mal nach Steinau.“

Das große Engagement des Landkreises beim Gigabit-Ausbau unterstrich Landrat Thorsten Stolz: „Privatunternehmen bauen oft nicht in ländlichen Regionen aus, sondern nur dort, wo es sich für sie lohnt. Sie picken sich die Rosinen heraus.“ Deshalb sei es eine kluge Entscheidung gewesen, im Jahr 2012 die kreiseigene Breitband Main-Kinzig GmbH zu gründen: „Wir übernehmen Verantwortung für unsere Region und für die Menschen, die hier leben. Wir wollen den Landkreis fit für die Zukunft machen. Und da nehmen wir ordentlich Geld in die Hand.“ Von den insgesamt gut 270 Millionen Euro, die insgesamt in den Gigabit-Ausbau im Main-Kinzig-Kreis fließen, gingen 70 Millionen alleine in den Bergwinkel, also in die Kommunen Schlüchtern, Sinntal und Steinau an der Straße, betonte der Landrat.

Viele Infos zum Projekt an sich, zu den Quoten und zum konkreten Ausbau in Steinau gab es anschließend von Simone Roth, Geschäftsführerin der Breitband Main-Kinzig GmbH: „Auch wenn 79 Prozent schon ein guter Wert sind. Wir wünschen uns, dass so viele wie möglich dabei sind. Deshalb sage ich: Da geht noch mehr.“ Schließlich würden die Straßen nur ein einziges Mal geöffnet, und wenn die Wege wieder geschlossen sind, „dann kostet es richtig Geld, wenn Sie Glasfaser wollen“, sagte Simone Roth.

Und tatsächlich ist bei den Quoten noch etwas Luft nach oben: Die höchsten Werte gibt es in Uerzell (87 Prozent), Sarrod (86) und Seidenroth (84), auf den hinteren Plätzen sind Marborn und Neustall (je 77), Hintersteinau (76) und die Kernstadt (73) zu finden.

Was in Steinau auch zur Wahrheit gehört: „Leider dürfen wir hier nicht überall ausbauen. Denn in Steinau gibt es einige Kabelnetzgebiete, die für uns tabu sind“, erläuterte Roth. Dies liegt daran, dass der Ausbau mit Fördergeldern von Kreis, Land und Bund unterstützt wird und damit der Gigabit-Förderrichtlinie unterliegt. Diese besagt, dass ein Glasfaser-Ausbau grundsätzlich förderfähig ist, solange das Gebiet nicht bereits mit Kabelnetzen versorgt ist oder eine Versorgung durch ein Privatunternehmen geplant ist. Dies gilt sogar dann, wenn das Kabel nur an einem Gebäude vorbeiläuft.

Für all diejenigen, die in Steinau und den Stadtteilen aber vom Glasfaser-Ausbau profitieren können, gab es gute Neuigkeiten: „Wir sind schon mitten in den Feinplanungen. Im zweiten Quartal soll es gleich in mehreren Stadtteilen losgehen“, sagte Simone Roth. Zunächst sind die Innenstadt und Marborn dran, im dritten Quartal sollen Hintersteinau, Marjoß, Seidenroth und Uerzell folgen, und Ende 2026 soll es in Rebsdorf und Rabenstein losgehen. Sarrod und Neustall folgen Anfang 2027. Bis Mitte 2027 sollen sämtliche Arbeiten in Steinau abgeschlossen sein.

Moderiert wurde der Infoabend von Nico Bensing von der Agentur Bensing & Reith. Er leitete auch die abschließende Fragerunde, die von den Interessierten eifrig genutzt wurde.

Doch zunächst informierte Andreas Müller, Senior Sales Manager von Vodafone, noch über die Aufgaben, die das Kommunikationsunternehmen übernimmt: „Die Breitband Main-Kinzig verlegt das Kabel bis ins Haus, ab da übernehmen wir. Wir kümmern uns um die aktive Technik auf dem Glasfaser-Netz und bieten auch passende Tarife an.“

Mittlerweile bietet auch M-net eigene Tarife für dieses neue Glasfaser-Netz der Breitband Main-Kinzig an.

Wichtig zu wissen: Ein Vertrag mit einem Anbieter ist nicht notwendig, um das Glasfaser-Kabel von der Breitband Main-Kinzig verlegt zu bekommen.

Am Ende des Abends zeigte sich: Die Informationsarbeit hat sich gelohnt, denn nach der Veranstaltung strömten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zum Stand der Breitband Main-Kinzig, um sich ihren Glasfaser-Anschluss zu sichern.

Sie haben über den anstehenden Glasfaser-Ausbau in Steinau an der Straße informiert (von links): Moderator Nico Bensing, Steinaus Bürgermeister Christian Zimmermann, Landrat Thorsten Stolz, Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth und Andreas Müller von Vodafone.

„Diese Zweiklassengesellschaft muss aufhören“

Breitband Main-Kinzig GmbH macht sich stark für eine Änderung der Förderrichtlinie beim Glasfaser-Ausbau / Freigericht ebenfalls von Kabelnetzproblematik betroffen

Im Main-Kinzig-Kreis herrscht Unmut über die Gigabit-Förderrichtlinie des Bundes: Diese gibt genau vor, wer einen kostenlosen Glasfaser-Anschluss der Breitband Main-Kinzig GmbH erhält und wer nicht. In Freigericht sind beispielsweise zwölf Prozent der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer vom Ausbau ausgeschlossen, weil die Häuser im Kabelnetzgebiet liegen. Andere Kommunen können erst gar nicht von der Breitband Main-Kinzig GmbH ausgebaut werden, weil sie der Förderrichtlinie nicht entsprechen.

„Diese Zweiklassengesellschaft muss aufhören“, sagt Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth. Seit Beginn des Glasfaser-Projektes führt sie genau zu diesem Thema viele Gespräche mit dem Fördergeber sowie Verantwortlichen des Bundes: „Unser Ziel ist ganz klar die Änderung der Förderrichtlinie. Wir sind dazu verpflichtet, uns an diese zu halten. Aber wir wissen, dass viele Bürgerinnen und Bürger auf der Strecke bleiben. Das wird auch hier in Freigericht deutlich.“

Sie verstehen den Unmut über die Gigabit-Förderrichtlinie (von links): Waldemar Gogel (Bürgermeister von Freigericht), Thorsten Stolz (Landrat), Jannik Marquart (Kreisbeigeordneter und Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender) und Simone Roth (Geschäftsführerin Breitband Main-Kinzig).

Die aktuelle Gigabit-Förderrichtlinie besagt, dass ein Gigabit-Ausbau förderfähig ist, wenn das Gebiet nicht bereits versorgt ist oder ein Privatunternehmen Interesse daran hat, es mit Glasfaser auszustatten. Als versorgt gelten Gebiete, in denen sogenannte Koaxialkabel, also die klassischen TV-Kabel, liegen. Dabei ist ganz egal, ob die Kabel wirklich bis ins Haus verlegt wurden oder ob die Kabel nur am Haus vorbeilaufen. Von letzterem Fall ist der in Freigericht lebende Mario Rienecker betroffen. Er sagt: „Die Entscheidung, sich ein Koaxialkabel anzuschaffen, wurde von vielen in den 80er Jahren getroffen. Wie kann es sein, dass eine so alte Entscheidung fatale Folgen für unsere Zukunft hat? Und was mich noch mehr ärgert, ist die Tatsache, dass Vodafone nicht bereit ist, diese Technik zu erneuern, obwohl das Unternehmen ja die Netze übernommen hat.“

Kreisbeigeordneter und Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender Jannik Marquart erklärt: „Wir wollen natürlich, dass alle Bürgerinnen und Bürger künftig mit Highspeed surfen können. Deshalb sind wir gerade dabei, die privaten Anbieter davon zu überzeugen, ihre eigenen Netze zu überbauen. Und natürlich führen wir auch viele Gespräche mit den Behörden.“ Die Änderung der Förderrichtlinie sei nichts, was von heute auf morgen passiere, berichtet Landrat Thorsten Stolz: „Aber es wäre ein toller Erfolg für unseren Landkreis. Von dieser Änderung würden sehr viele Bürgerinnen und Bürger profitieren.“ Landrat Thorsten Stolz begrüßt, dass auch die Bundestagsabgeordneten aus dem Main-Kinzig-Kreis das Vorhaben unterstützen und sich in Berlin dafür einsetzen.

Rudi Höfler ist ebenfalls von der Kabelnetzproblematik in Freigericht betroffen. Sein Haus wurde vom Glasfaser-Ausbau ausgeschlossen, während das Haus seines Sohnes, das nur vier Meter von seinem entfernt steht, einen kostenlosen Glasfaser-Anschluss bekommen hat. „Wie soll man den Bürgerinnen und Bürgern diese Situation logisch erklären?“, fragt Bürgermeister Waldemar Gogel und betont abschließend: „Ich bin froh, dass die Breitband Main-Kinzig GmbH sich hier schon so engagiert für die Änderung einsetzt. Sie lässt nicht locker. Ich bin gespannt, was hier noch bewegt werden kann.“

Infoabend zum Glasfaser-Ausbau in Steinau

Die Breitband Main-Kinzig GmbH baut auch in Steinau an der Straße das Glasfaser-Netz aus. „Dort, wo es uns die Förderrichtlinien erlauben, wollen wir möglichst jedes Gebäude versorgen. Basis dafür ist, dass die Leute wissen, wie der Ausbau funktioniert“, sagt Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth. Die Infoveranstaltung findet am Dienstag, 2. Dezember, um 19 Uhr in der Markthalle im Rathaus (Brüder-Grimm-Straße 47) statt.

Auf dem Podium werden unter anderem sitzen: Bürgermeister Christian Zimmermann, Landrat Thorsten Stolz, Breitband-Aufsichtsratschef Jannik Marquart, Breitband-Chefin Simone Roth sowie Andreas Müller von Vodafone.

Wer prüfen möchte, ob er vom kostenlosen Ausbau der Breitband Main-Kinzig profitiert, kann dies unter www.breitband-mkk.de/gee innerhalb weniger Minuten erledigen. Über diesen Link kann auch direkt der Anschluss bestellt werden.

Unter anderem (von links) Steinaus Bürgermeister Christian Zimmermann, Landrat Thorsten Stolz und Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth werden bei der Infoveranstaltung in der Markthalle im Rathaus über den Glasfaser-Ausbau informieren.

Glasfaser-Ausbau in Flörsbachtal startet parallel in zwei Ortsteilen

„Wir freuen uns auf die Gigabit-Geschwindigkeiten“

In Flörsbachtal geht es zügig weiter: Die Breitband Main-Kinzig GmbH startet parallel mit dem Glasfaser-Ausbau in zwei Ortsteilen – und zwar in Flörsbach und Kempfenbrunn. Ursprünglich waren die Tiefbauarbeiten hier für Anfang März vorgesehen. Da das zuständige Unternehmen aber Insolvenz angemeldet hatte, verzögerte sich der Ausbau. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Tiefbaunternehmen BRS die Ausbauarbeiten in Lohrhaupten fortsetzen konnten und dass es jetzt direkt in zwei Ortsteilen parallel losgeht“, sagte Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth beim offiziellen Ausbaustart. 

Die Gesamtquote konnte in der Zwischenzeit auf 84 Prozent gesteigert werden, was vor allem Bürgermeisterin Sibylle Hergert freute: „Die Straßen werden nur einmal aufgemacht. Schön, dass so viele die Chance auf ihren kostenlosen Anschluss genutzt haben.“

Insgesamt können 1066 Gebäude in Flörsbachtal mit einem kostenlosen Anschluss versorgt werden. „Die Baumaßnahme ist groß und wird uns noch bis ins nächste Jahr beschäftigen“, sagte Simone Roth. Zuerst startet das Tiefbauunternehmen Furkan Bau in Flörsbach mit dem Verlegen der Kabel, dann sind Kempfenbrunn und Mosborn dran. Das Gebiet Ziegelhütte mit dem Ferienpark Ziegelhütte und dem Gasthaus Ziegelhütte ist schon fast vollständig abgeschlossen.

Das Tiefbauunternehmen BRS, das für Lohrhaupten zuständig ist, hat bereits mit den Arbeiten begonnen. In diesem Ortsteil müssen die Straßen zum Teil nicht neu geöffnet werden, weil im Zuge der damaligen Stromnetzsanierung bereits FTTH-Netz verlegt wurde. Es müssen lediglich über den Ortsteil verteilt 350 Meter überbaut werden, weil an diesen Stellen noch nicht genug Fasern zur Verfügung stehen.

Sind die Ausbauarbeiten abgeschlossen, können die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, ob sie die frisch gelegte Leitung gleich, später oder erst einmal gar nicht nutzen wollen. Wer die Gigabit-Geschwindigkeiten direkt empfangen möchte, kann zwischen einem Vertrag bei Vodafone und M-net wählen. Andere Dienstleister können sich auf das Netz schalten, haben aber aktuell noch kein Interesse daran bekundet.

Das Projekt der Breitband Main-Kinzig GmbH wird mit Fördermitteln von Bund, Land und Kreis unterstützt. Landrat Thorsten Stolz sagte: „Deswegen ist der Anschluss auch kostenlos. Wir sind dankbar für die Fördermittel und für den guten Zuspruch der Bürgerinnen und Bürger. Wir stärken mit dem Glasfaser-Ausbau im Main-Kinzig-Kreis vor allem den ländlichen Raum. Flörsbachtal ist das beste Beispiel dafür.“ Und Kreisbeigeordneter und Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender Jannik Marquart ergänzte: „Wir finden für jede Kommune eine Lösung. In Windeseile haben wir in Flörsbachtal dafür gesorgt, dass der Ausbau mit einem neuen Tiefbauunternehmen losgehen kann. Das unterstreicht die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.“

Abschließend sagte Bürgermeisterin Sibylle Hergert: „Wir freuen uns auf die Gigabit-Geschwindigkeiten und darauf, dass unsere Kommune noch zukunftsfähiger gemacht wird.“

Sie geben den Startschuss für die Ausbauarbeiten in den Flörsbachtaler Ortsteilen (von links): Philipp Kneip (Assistent der Breitband-Geschäftsführung), Uwe Häuser (Gesellschafter Breitband Main-Kinzig), Simone Roth (Breitband-Geschäftsführerin), Jannik Marquart (Kreisbeigeordneter und Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender), Sibylle Hergert (Bürgermeisterin Flörsbachtal), Thorsten Stolz (Landrat), Furkan Özkaya (stellvertrender Geschäftsführer Furkan Bau), Muhammed Demirhan (Bauleiter Furkan Bau), Jahia Mnawar (Bauleiter Furkan Bau) und Tülay Wolf (Dokumentation Furkan Bau).

M-net bietet Tarife für Glasfaser-Netz der Breitband Main-Kinzig an

M-net hat sich mit Vodafone auf eine gemeinsame Nutzung des Glasfaser-Netzes der Breitband Main-Kinzig GmbH geeinigt und bietet ab sofort eigene Gigabit-Tarife an. Damit haben die Bürgerinnen und Bürger nun die Wahl zwischen zwei Anbietern.

„Das ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Wahlfreiheit. Unser Ziel ist es natürlich, noch weitere Anbieter für unser neues Glasfaser-Netz zu gewinnen“, betont Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth. Bislang allerdings gebe es keine weiteren Interessenten.

Technisch läuft es so: Das neue Glasfaser-Netz der Breitband Main-Kinzig wird von Vodafone Deutschland betrieben. Die Daten der Kundinnen und Kunden von M-net werden an zentralen Punkten über einen sogenannten Layer 2-Bitstream-Access von Vodafone ins Quantennetz von M-net übergeben.

Warum wird das Netz von Vodafone als Hauptmieter betrieben? Die Kooperation mit einem Kommunikationsanbieter war Voraussetzung, um für den Glasfaser-Ausbau Fördermittel zu bekommen. Die Ausschreibung hatte seinerzeit Vodafone gewonnen. Das Unternehmen hatte das beste Angebot abgegeben und sich außerdem dazu verpflichtet, das Netz für mindestens 20 Jahre zu betreiben, sprich die aktive Technik aufzuschalten, sodass die Leitungen überhaupt erst genutzt werden können.

Im Anschluss haben die Bürgerinnen und Bürger nun die Wahl, ob sie lieber einen Tarif bei Vodafone oder M-net buchen möchten. „Natürlich können sie sich auch weiterhin dazu entscheiden, gar keinen Vertrag zu unterzeichnen“, erläutert Simone Roth. Denn es besteht keine Vertragspflicht, um das Glasfaser-Kabel verlegt zu bekommen.

Wer nach dem Ausbau aber mit Highspeed surfen möchte, der benötigt natürlich einen solchen Vertrag. Und der kann jetzt aus zwei Optionen wählen. „Das ist super, denn langfristig ist Wettbewerb immer besser“, sagt Simone Roth abschließend.

Weitere Infos zu den M-net-Tarifen gibt es unter m-net.de/mkk

Weitere Infos zu den Vodafone-Tarifen finden Sie unter vodafone.de/mkk

In Linsengericht kann in Kürze gesurft werden

Breitband Main-Kinzig mit Bauarbeiten in Großenhausen/Waldrode und Eidengesäß fertig

Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth und Linsengerichts Bürgermeister Albert Ungermann freuen sich, dass die Arbeiten in Großenhausen mit Waldrode sowie in Eidengesäß nun abgeschlossen sind.

Gleich zwei gute Neuigkeiten für Linsengericht: Die Breitband Main-Kinzig GmbH hat die Reparaturarbeiten in Großenhausen mit Waldrode abgeschlossen und ist auch in Eidengesäß mit dem Ausbau fertig. Als Nächstes wird das Netz zur Inbetriebnahme an Partner Vodafone übergeben, in circa acht Wochen können die Bürgerinnen und Bürger dann surfen.

Während der Bauarbeiten im Linsengerichter Ortsteil Großenhausen mit Waldrode wurden die Glasfaser-Leitungen so stark beschädigt, dass „uns leider nichts anderes übrig blieb, als noch einmal von vorne anzufangen“, erläutert Simone Roth, Geschäftsführerin der Breitband Main-Kinzig GmbH. Das heißt: Sämtliche Glasfaser-Stränge mussten entfernt, neu eingezogen, wieder beschaltet und erneut durchgemessen werden. „Das ist jetzt erledigt. In Kürze kann’s also losgehen in Linsengericht“, sagt Roth.

Gute Nachrichten gibt es auch für Eidengesäß: Dort sind die Bauarbeiten ebenfalls abgeschlossen. Im nächsten Schritt werde das Glasfaser-Netz der beiden Ortsteile nun an Partner Vodafone übergeben. Das Unternehmen kümmert sich um die Inbetriebnahme. Dieser Prozess dauert circa acht Wochen. Ist das erledigt, dann können die Bürgerinnen und Bürger surfen.

Wer dies sofort nach der Inbetriebnahme tun möchte, kann zwischen zwei Anbietern wählen. Neben Vodafone bietet auch M-net mittlerweile Tarife für das Glasfaser-Netz der Breitband Main-Kinzig an. Wer das Netz nicht nutzen möchte, muss keinen Vertrag abschließen.

Abschließend sagt Linsengerichts Bürgermeister Albert Ungermann: „Wir freuen uns sehr, dass dieser Meilenstein erreicht ist. Die Zusammenarbeit mit der Breitband Main-Kinzig war sehr gut. Das hat auch der Umgang mit Problemen gezeigt, die hier innerhalb kurzer Zeit behoben wurden.“

„Die 90 Prozent wollen wir in allen Stadtteilen knacken“

Breitband Main-Kinzig startet in weiteren Schlüchterner Orten mit dem Ausbau

Jetzt geht es weiter mit dem Gigabit-Ausbau in den Schlüchterner Stadtteilen. Der Reihe nach schließt die Breitband Main-Kinzig GmbH gleich fünf Orte an das Glasfaser-Netz an: Breitenbach, Wallroth, Klosterhöfe, Niederzell und Elm. Wer sich seinen Anschluss noch nicht gesichert hat, muss sich beeilen: Für Breitenbach und Wallroth ist in Kürze Bestellschluss.

„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen, das die Bürgerinnen und Bürger in uns setzen. Die Quoten sind wirklich hervorragend. Wir haben in jedem der fünf Stadtteile mindestens die 88-Prozent-Marke geknackt“, sagte Breitband-Aufsichtsratschef Jannik Marquart.

Die Quoten in den fünf Stadtteilen können sich tatsächlich sehen lassen: Breitenbach liegt bei 88,64 Prozent, Wallroth bei 94,29 Prozent, in Klosterhöfe sind es 96,08 Prozent, Niederzell hat eine Bestellquote von 88,66 Prozent und Elm 91,67 Prozent.

Von den insgesamt gut 270 Millionen Euro, die in den Gesamtausbau im Main-Kinzig-Kreis fließen, landeten allein 70 Millionen Euro in den drei Bergwinkel-Kommunen Schlüchtern, Sinntal und Steinau an der Straße. Landrat Thorsten Stolz sagte: „Das zeigt eindeutig, wie wichtig der Ausbau zur Stärkung des Main-Kinzig-Kreises und gerade des ländlichen Raums ist. Wenn wir 70 Millionen Euro in den Glasfaser-Ausbau im Bergwinkel investieren, so ist das auch ein klares Bekenntnis zur Zukunft der Region.“

Der Spatenstich fand im Stadtteil Breitenbach statt, weil es dort schon in Kürze losgeht. Nur noch bis Freitag, 21. November, können sich die Leute ihren Gigabit-Anschluss sichern, sollte dies noch nicht geschehen sein. Danach ist die Bestellfrist abgelaufen. Direkt im Anschluss startet das zuständige Tiefbau-Unternehmen TBG Bau mit den Hausbegehungen. Auch die Tiefbau-Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Die Hausbegehungen seien eine wichtige Voraussetzung für den Ausbau, betonte Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth: „Ohne die Begehungen geht es nicht. Denn hier wird mit dem Hauseigentümer oder der Hauseigentümerin abgeklärt, wo genau das Glasfaser-Kabel ins Gebäude eingeführt werden soll.“

Leider könnten in Breitenbach nicht alle Gebäude an das Glasfaser-Netz angeschlossen werden, erläuterte Roth weiter: „Da machen uns die Förderbedingungen einen Strich durch die Rechnung.“ Der geförderte Ausbau sei nur dort möglich, wo kein Privatunternehmen ausbauen möchte und wo nicht bereits Glasfaser- oder Koaxialkabel liegen. Letzteres ist in Breitenbach der Fall. Selbst Gebäude, an denen das Koaxialkabel nur vorbeiführt („Homes passed“), gelten laut Förderrichtlinie derzeit als versorgt. „Wir setzen uns stark dafür ein, dass sich das ändert“, betonte Roth. Jüngst hatte die Kreisspitze zusammen mit Niederdorfeldens Bürgermeister Klaus Büttner eine Petition eingereicht, um die Förderrichtlinie anzupassen.

Als nächster Stadtteil ist dann Wallroth an der Reihe. Auch dort geht es bereits in diesem Jahr mit den Hausbegehungen los. Die Bestellfrist endet am 19. Dezember. Die Tiefbauarbeiten sollen im Frühjahr 2026 starten.

Anschließend folgen die Ortsteile Klosterhöfe, Niederzell und Elm. Start soll ebenfalls im nächsten Jahr sein. Auch um diesen Ausbau kümmere sich das beauftragte Unternehmen TBG Bau. Wann genau es dort aber losgeht, könne noch nicht gesagt werden. „Das hängt davon ab, wie gut wir in Breitenbach und Wallroth vorankommen“, erläuterte Simone Roth. Denn das Glasfaser-Netz müsse „wie eine Perlenkette aneinandergereiht, also Schritt für Schritt ausgebaut werden“, so Roth.

Erster Stadtrat Reinhold Baier unterstrich beim Spatenstich: „Es ist immer gut, wenn sich etwas in Schlüchtern tut. Wir sind froh über die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Breitband Main-Kinzig und mit dem Tiefbauunternehmen TBG Bau, das bislang nur gute Arbeit geleistet hat.“ Auch die Stadt Schlüchtern beteilige sich finanziell an dem Vorhaben, erläuterte Baier: „Wo es sinnvoll ist, nutzen wir die Gelegenheit, um die Gehwege neu zu pflastern.“

Und Melanie Ritter von Fördergeber aconium freute sich, dass gerade der ländliche Raum mit dem Gigabit-Ausbau vorangebracht werde: „Dafür geben wir sehr gerne Fördergelder. Die Quoten bei diesem Ausbauprojekt sind so gut wie sonst nirgends in Deutschland. Der Main-Kinzig-Kreis hat mit der Gründung der kreiseigenen Breitband-Gesellschaft schon damals Weitsicht bewiesen. Das macht sich heute bezahlt.“

Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender Jannik Marquart betonte abschließend: „Auch wenn die Quoten gut sind: Die 90 Prozent wollen wir in allen Stadtteilen knacken. Deshalb animiere ich jede und jeden dazu, noch die Gigabit-Bestellung abzugeben, sofern das noch nicht geschehen ist.“ Bestellt werden kann ganz einfach innerhalb weniger Minuten über die Homepage der Breitband Main-Kinzig GmbH unter breitband-mkk.de/gee

Die Breitband Main-Kinzig startet in weiteren Schlüchterner Stadtteilen mit dem Glasfaser-Ausbau. Beim Spatenstich in Breitenbach dabei waren (von links) Bauamtsleiter Marc Lotz, Manfred Henning und Melanie Ritter von aconium, Erster Stadtrat Reinhold Baier, Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth, Magistratsmitglied Willi Staaf, Landrat Thorsten Stolz, Breitband-Aufsichtsratschef Jannik Marquart, TBG-Bauleiter Yusuf Sefa Akyaz, Breitenbachs Ortsvorsteher Thomas Epperlein, Breitband-Gesellschafter Uwe Häuser, Thomas Braun vom Planungsunternehmen Athanus Partners sowie das Team der TBG Bau.