„Machen Sie Werbung für den kostenlosen Gigabit-Ausbau“

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Breitband Main-Kinzig informierte bei Veranstaltung in Linsengericht

Das Interesse am Gigabit-Ausbau im Main-Kinzig-Kreis ist enorm: Zur Infoveranstaltung der Breitband Main-Kinzig GmbH in Linsengericht-Lützelhausen kamen mehr als 400 Menschen – zusätzlich hatten sich gut 100 Interessierte über den Livestream zugeschaltet. Sie alle ließen sich informieren, viele stellten fleißig ihre Fragen, die genauso konstruktiv und detailliert wie die Antworten waren.

Bürgermeister Albert Ungermann richtete zu Beginn der Infoveranstaltung deutliche Worte an seine Bürgerinnen und Bürger: „Sie haben hier die einmalige Möglichkeit, einen kostenlosen Glasfaseranschluss bis ins Haus gelegt zu bekommen. Es gibt keinen Grund Nein zu sagen. Nutzen Sie diese Chance. Eine zweite wird es nicht geben.“

Kreisbeigeordneter und Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Ottmann äußerte sich ähnlich: „Wenn Sie nachher überzeugt sind, wenn Sie Ihre Fragen gestellt haben und wir sie beantwortet haben, dann füllen Sie die Grundstückseigentümererklärung aus, damit es in Linsengericht richtig rundgehen kann.“

Die Appelle hatten freilich ihren Grund: Die Quoten in Linsengericht sind ausbaufähig. Spitzenreiter ist aktuell Lützelhausen mit 58 Prozent, wohingegen es in Eidengesäß gerade mal 30 Prozent der Hauseigentümer sind, die das kostenlose Glasfaserkabel bis ins Haus bislang bestellt haben. Der Ausbau in Linsengericht soll im Laufe des kommenden Jahres schrittweise starten. Ziel ist eine Quote von mindestens 70 Prozent.

Landrat Thorsten Stolz erläuterte, warum der Kreis und die Kreistochter Breitband Main-Kinzig dieses kostenlose Angebot überhaupt unterbreiten können: „Das geht nur, weil es uns gelungen ist, enorme Fördergelder hierher zu holen. Das sucht deutschlandweit seinesgleichen.“ Insgesamt 180 Millionen Euro steuern Land und Bund zum Gigabit-Ausbau im Main-Kinzig-Kreis bei, 20 Millionen kommen vom Kreis selbst.

Stefan Hütte, Geschäftsführer von Athanus Partners, veranschaulichte, wie die Tiefbauarbeiten konkret ablaufen werden. Und die Vodafone-Vertreter Andreas Müller und Rolf-Peter Scharfe machten Werbung für ihre Gigabit-Internettarife. Zur Erläuterung: Während Breitband Main-Kinzig das Glasfaserkabel kostenlos bis ins Haus legt, sorgt Vodafone anschließend dafür, dass über dieses Kabel auch gesurft werden kann – es bietet seine Internetdienste an.

Wichtiges Thema war der Ausbau in Altenhasslau und Eidengesäß – hier nämlich hat ein Privatanbieter vor langer Zeit bereits teilweise ein Kabelnetz gelegt. Überall dort, wo das der Fall ist, darf die Kreistochter nicht tätig werden. Denn: Auch über Kabel kann mit Gigabit-Geschwindigkeiten gesurft werden, deshalb dürfen die Fördergelder dort nicht verwendet werden.

Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth erklärte, dass die Breitband Main-Kinzig GmbH in manchen Orten nicht oder nur teilweise ausbauen darf, und zwar dann, wenn in einem Gebiet bereits Kabelnetze verlegt wurden oder ein Privatanbieter den Ausbau plant. „Dann sind uns die Hände gebunden. Wir dürfen in diesen Fällen einfach nicht ausbauen.“ Stefan Hütte schob nach: „Es besteht allerdings auch wirklich kein Bedarf in den Straßen, in denen es bereits Kabelanschlüsse gibt. Denn diese sind ebenfalls gigabitfähig.“

Moderator Steffen Reith von der Kommunikationsagentur Bensing & Reith rief abschließend noch einmal dazu auf: „Füllen Sie die Grundstückseigentümererklärung aus und machen Sie auch bei Ihren Freunden und Nachbarn ordentlich Werbung für den kostenlosen Gigabit-Anschluss. Es lohnt sich.“

Sehr viele Leute nahmen sich das zu Herzen: Schnell bildete sich nach der Veranstaltung eine lange Schlange am Stand der Breitband Main-Kinzig GmbH – wer noch keine Grundstückseigentümererklärung ausgefüllt hatte, wollte das nun schnell erledigen. Das geht übrigens auch online unter breitband-mkk.de/gee in wenigen Minuten.

Sie standen den Menschen Rede und Antwort (von links): Stefan Hütte von Athanus Partners, Bürgermeister Albert Ungermann, Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Ottmann, Landrat Thorsten Stolz, Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth, Rolf-Peter Scharfe von Vodafone, Moderator Steffen Reith und Vodafone-Mitarbeiter Andreas Müller.

„Eine einmalige Chance für den ländlichen Raum“

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Großes Interesse an Informationsveranstaltung zu Glasfaserausbau in Jossgrund

Noch in diesem Jahr möchte die Breitband Main-Kinzig GmbH mit ihrem Glasfaserausbau in Jossgrund beginnen. Um die Bürgerinnen und Bürger ausführlich über dieses Projekt zu informieren, veranstaltete die Kreistochter am Dienstagabend im Oberndorfer Bürgerhaus einen Informationsabend. Das Interesse war groß, Fragen gab es viele. Denen stellten sich Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth, Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Ottmann, Jossgrunds Bürgermeister Rainer Schreiber, Tiefbauarchitekt Axel Eiring und die Vodafone- Projektleiter Andreas Müller und Mathias Faubel.

Jossgrund habe schon früh erkannt, dass Glasfaser wichtig für die Zukunft sei, sagte Rainer Schreiber. Das würden auch die aktuellen Zahlen belegen: 67 Prozent der Besitzer aller anschlussfähiger Gebäude haben schon eine Grundstückseigentümererklärung abgegeben. Damit belegt Jossgrund knapp hinter Freigericht Platz vier aller Kommunen, in denen ausgebaut wird. „Die Quote ist gut, reicht mir aber noch nicht“, sagte der Bürgermeister, „nach dieser Veranstaltung möchte ich mit Ihnen gemeinsam die 80-Prozent-Marke knacken. Der Glasfaserausbau ist für den ländlichen Raum eine einmalige Chance.“

Ähnlich euphorisch zeigte sich auch Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth: „Jossgrund ist gut im Rennen“, sagte sie. Deshalb startet die Breitband Main-Kinzig Ende dieses Jahres mit ihrem Ausbau in Pfaffenhausen – dem Ortsteil, der mit 73 Prozent bisher die meisten Glasfaser-Bestellungen abgegeben hat. Dann folgen die Orte Lettgenbrunn, Oberndorf, Burgjoß und Villbach. Simone Roth betonte: „Wir lassen kein Rosinenpicken zu. Jeder, der Glasfaser haben möchte, und bei dem wir förderrechtlich ausbauen dürfen, bekommt einen Anschluss.“

Moderiert wurde die Veranstaltung von Steffen Reith (Kommunikationsagentur Bensing & Reith), der Winfried Ottmann fragte, warum Bund, Land und Kreis das Projekt mit einer hohen Summe an Fördermitteln unterstützen. „Ganz einfach, weil das Projekt eine Investition in die Zukunft ist“, sagte Ottmann. „Wir bauen ein Netz für die Bürger des Main-Kinzig-Kreises. Und das fördern Bund, Land und Kreis mit insgesamt 200 Millionen Euro.“ Tiefbauarchitekt Axel Eiring machte mit technischen Aussagen deutlich, warum ein Glasfaseranschluss für die Zukunft wichtig ist: „Sie können mit schnellen Bandbreiten und ohne Störungen im Internet surfen. Um den Glasfaseranschluss zu realisieren, werden wir 60 Zentimeter tief graben, Leitungen verlegen und dann wird alles wieder so hergestellt, wie es vor dem Ausbau war. Sie müssen sich also keinerlei Sorgen um Schäden an Ihrem Gebäude machen.“

Wer die schnellen Bandbreiten nutzen möchte, muss einen Vertrag beim Diensteanbieter Vodafone abschließen. Das Telekommunikationsunternehmen ist zurzeit der einzige Netzanbieter, „in Zukunft können aber auch andere dazukommen, weil das Netz offen für alle ist“, garantierte Simone Roth. Vodafone-Projektleiter Andreas Müller sagte: „Heutzutage läuft alles über das Internet. Homeschooling, Homeoffice und die Telemedizin sind nur einige Bereiche, für die ein Glasfaseranschluss wichtig ist.“

Egal, ob Bürgerinnen und Bürger einen Vertrag bei der Vodafone abschließen oder nicht: „Wichtig ist, dass sie die Grundstückseigentümererklärung abgeben und sich einen Anschluss bestellen“, erklärte Simone Roth. „Denn Glasfaser steigert enorm den Wert ihrer Immobilie und wird für die Zukunft entscheidend sein.“ Für eine Glasfaser-Bestellung muss man lediglich eine Grundstückseigentümererklärung (GEE) unter www.breitband-mkk.de/gee einreichen. Die Bürgerinnen und Bürger aus Jossgrund bekamen nach der Veranstaltung vor Ort die Möglichkeit, eine GEE zu unterzeichnen – und nahmen diesen Service auch fleißig wahr.

Sie stellten sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger aus Jossgrund (von links): Rainer Schreiber (Bürgermeister Jossgrund), Simone Roth (Geschäftsführerin Breitband Main-Kinzig), Steffen Reith (Moderator, Bensing & Reith), Winfried Ottmann (Aufsichtsratsvorsitzender Breitband Main-Kinzig), Andreas Müller (Vodafone-Projektleiter) und Mathias Faubel (Vodafone-Projektleiter).

Das waren die wichtigsten Fragen bei der Bürgerversammlung:

Können Glasfaserkabel auch über eine vorhandene Mehrsparteneinführung ins Gebäude gelegt werden?

Eine Mehrsparteneinführung ist in den meisten Fällen die sauberste und sicherste Methode für die Einführung von Kabeln ins Gebäude und wird deshalb auch beim Glasfaserausbau gern genutzt. Wenn die Glasfaserleitungen gut verdichtet werden können, dann wird die Mehrsparteneinführung definitiv verwendet, um einen Anschluss zu setzen.

Was müssen Bürgerinnen und Bürger im Falle eines Neubaus beachten, wenn sie Glasfaser haben wollen?

Es dürfen nur Gebäude angeschlossen werden, die bereits stehen. Alle Leitungen gehen aber auch an den Baulücken vorbei. Das bedeutet, dass die Breitband Main-Kinzig Reserven berücksichtigt, sollten diese leerstehenden Plätze noch bebaut werden. Im Falle eines Neubaus sollen die Bürgerinnen und Bürger unbedingt daran denken, ein Leerrohr bis zum Gehweg mitzuverlegen, damit dann später das Glasfaserkabel dort ganz unkompliziert durchgeführt werden kann.

Gibt es schon einen konkreten Ausbauplan und eine Reihenfolge, wann in welcher Straße gebaut wird?

Nein, den gibt es in Jossgrund noch nicht. Bürgerinnen und Bürger müssen sich aber keine Sorgen machen: Drei bis vier Wochen vor dem Bau werden sie kontaktiert, um einen Termin für eine Hausbegehung festzulegen. Bei dieser Hausbegehung wird besprochen, wo der Hausübergabepunkt gesetzt wird, und es werden letzte Fragen geklärt. Man muss also keine Angst haben, etwas zu verpassen – selbst, wenn man im Urlaub ist.

Das offene Netz für die Zukunft

Thomas Welz von der GNZ hat mit uns gesprochen. Unsere Geschäftsführerin Simone Roth und unser Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Ottmann haben ausführlich über den GIGABIT-Ausbau informiert.

Main-Kinzig-Kreis. Bis 2025 will die Breitband Main-Kinzig GmbH  bis zu 50.000 Gebäude mit gigabitfähigen Breitband-Internetzugängen versorgt haben. Dafür legt das Unternehmen Glasfaserleitungen bis in die Häuser. Über das gelegte Netz bietet anschließend Vodafone seine Dienste an. Schon jetzt haben rund 15.000 Haushalte schriftlich bekundet, dieses kostenlose Angebot in Anspruch nehmen zu wollen. Bei einem Pressegespräch ging es der Geschäftsführerin der Breitband Main-Kinzig GmbH, Simone Roth, und Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann vor allem um eines: den Bürgern zu versichern, dass hinter dem Angebot keine versteckten „Fallstricke“ lauern und dieses eine einmalige Chance ist.

Mit dem Ausbau startete die Breitband Main-Kinzig GmbH bereits in Nidderau. As nächste Kommunen folgen ab Oktober Hasselroth (zunächst Gondsroth, dann Neuenhaßlau), Freigericht (zunächst Bernbach, dann Altenmittlau) und Jossgrund (Pfaffenhausen, Oberndorf, Burgjoß). Anfang 2023 geht es dann weiter in Biebergemünd, Hanau-Mittelbuchen, Schlüchtern, Gründau, Flörsbachtal, Gelnhausen und Niederdorfelden.

„Wir arbeiten von Ortsteil zu Ortsteil, von Straße zu Straße“, fasst Simone Roth das Grundprinzip zusammen. Dabei ist es völlig unerheblich, wie viele Bürger in einer Straße sich für einen der kostenlosen Anschlüsse entscheiden. Verlegt werden die nötigen Kabel in der kompletten Straße – bei Nichtinteressierten aber eben nicht bis in deren Haus. Für die Mammutaufgabe arbeitet die Breitband GmbH, ein Tochterunternehmen des Main-Kinzig-Kreises, mit insgesamt fünf Tiefbaufirmen, anders wäre das Ganze logistisch nicht zu stemmen.

„Im Main-Kinzig-Kreis entsteht damit ein offenes Netz für die Zukunft“, sagt Simone Roth. „Offen“ heißt in diesem Zusammenhang: Kein Bürger ist verpflichtet, einen Vertrag mit Vodafone, dem Dienstanbieter, der die europaweite Ausschreibung gewonnen hat, abzuschließen. Jenes Unternehmen hat lediglich eine Art „Vorrecht“. Außerdem verspricht Vodafone allen Hauseigentümern, die bis mindestens 15. Oktober einen Vertrag mit Vodafone schließen, die Kabel auch innerhalb des Hauses kostenlos weiterzuverlegen. Und zwar auch dann, wenn der Bürger sich im Nachgang für einen anderen Netzanbieter entscheidet. Interessierte sollten allerdings besser auf „Nummer sicher“ gehen und rasch handeln, rät Simone Roth.

Wer den – dank der Fördermittel von Bund, Land und Kreis – kostenlosen Glasfaseranschluss bestellen möchte, muss lediglich auf www.breitband-mkk.de/gee die vorgenannte GEE ausfüllen. Wer dabei Hilfe benötigt, kann sich jederzeit telefonisch an die Breitband Main-Kinzig GmbH wenden (06051/851-3000). Allerdings bittet das Unternehmen um ein wenig Geduld, da in dieser Angelegenheit täglich mehrere hundert Anrufe eingehen und die Mitarbeiter-Kapazitäten begrenzt sind.

Die Kosten für einen Glasfaserhausanschluss bewegen sich üblicherweise zwischen 1.500 und 2.000 Euro. Hinzu kommt die Weiterverteilung innerhalb des Hauses, die – ohne die Förderung – zusätzlich mit mehreren hundert Euro zu Buche schlagen würde. Wer dieses Angebot nicht wahrnimmt, wird diese Kosten nach 2025 selbst tragen  oder auf eine technische Aufwertung seines Hauses verzichten müssen, betont Dezernent Ottmann.

Wichtig zu wissen: Nicht in jeder Stadt und Gemeinde darf die Breitband Main-Kinzig GmbH ausbauen, sondern nur dort, wo noch keine entsprechenden Kabel liegen. Ein großer Teil von Hanau und Maintal fallen für das Unternehmen daher schon mal weg. Hinzu kommen Kommunen, in denen andere Anbieter bereits ein Ausbauinteresse bekundet haben, wie zum Beispiel in Wächtersbach, Brachttal und Bad Soden-Salmünster. Und: Wer gerade ein Haus plant oder sogar bereits baut, fällt ebenfalls nicht in die Förderung. Profitieren können ausschließlich Häuser im Bestand.

In den ersten Kommunen, in denen ausgebaut wird, liegt die Teilnahmequote der Bürger schon jetzt bei über 80 Prozent. „Das ist ein Ergebnis, das uns stolz macht und das wir so nicht erwartet hätten“, sagt Simone Roth. Und was ist mit den fehlenden 20 Prozent? „Bei den Nichtinteressierten gibt es im Wesentlichen zwei Lager: Die einen haben die – unbegründete – Angst, sich knebeln lassen zu müssen, und die anderen sagen, ‚das brauche ich nicht‘.“ Letztere liefen mit dieser Haltung natürlich Gefahr, dass ihr Haus an Wert verliere, wenn das schnelle Netz im Betrieb ist.
Dezernent Ottmann betont in diesem Zusammenhang nochmals, dass mit der Verlegung der Hausanschlüsse „keinerlei Risiko“ verbunden ist. Das Angebot sei nicht nur kostenlos, sondern verpflichte auch zu nichts. „Jeder kann sich also für den Hausanschluss entscheiden, muss aber im Anschluss nicht zwingend einen Internetvertrag abschließen. Das Ganze ist schlicht und einfach eine kostenlose Investition in die Zukunft.“

Um Werbung in eigener Sache zu machen, werden in den jeweils anstehenden Ausbaukommunen vorab Info-Veranstaltungen organisiert und Wurfblätter an die Haushalte verteilt. Außerdem laufen Service-Mitarbeiter für den von der Breitband Main-Kinzig GmbH beauftragten Tiefbauer von Haus zu Haus, um gemeinsam mit den Bewohnern den Glasfaserausbau durchzusprechen. Zuvor werden mit den Eigentümern telefonisch Termine vereinbart. Wo wird das Glasfaserkabel in mein Haus eingeführt? Was passiert mit meinem Hof und Garten? Diese und weitere Fragen werden beantwortet. Wie eine Hausbegehung genau abläuft, zeigt die Breitband Main-Kinzig GmbH auch auf ihren sozialen Kanälen (Facebook und Instagram: @breitbandmkk). Die wichtigsten Fragen werden außerdem auf der Homepage beantwortet (breitband-mkk.de/ fragen-antworten).

So ist der Stand der Dinge beim Glasfaser im Kreis

Holger Weber-Stoppacher vom Hanauer Anzeiger hat sich zum Gespräch mit unserer Geschäftsführerin Simone Roth sowie mit unserem Aufsichtsratsvorsitzenden Winfried Ottmann getroffen und einige interessante Fragen zum Glasfaserausbau im Main-Kinzig-Kreis gestellt.

Main-Kinzig-Kreis – Über mangelndes Interesse an schnellem Internet kann sich die Breitband Main-Kinzig GmbH nicht beklagen. „Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, an den Orten, wo wir mit dem Ausbau beginnen, mindestens eine Abdeckungsquote von 60 Prozent zu erreichen.“ Mittlerweile sei man fast überall bei 80 Prozent, freut sich Simone Roth, die Geschäftsführerin der Gesellschaft, die eine 100-prozentige Tochter des Main-Kinzig-Kreises ist. Bis 2026 sollen alle Haushalte im Main-Kinzig-Kreis mit schnellem Internet versorgt sein. Insgesamt geht es beim Projekt „Einmal GIGA BITte!“ um bis zu 50 000 Gebäude, die kostenlos angeschlossen werden sollen. Bisher haben laut Roth knapp 15 000 Hauseigentümer die sogenannte Grundstückseigentümererklärung (GEE) unterschrieben. Diese ist Voraussetzung für den Anschluss ans schnelle Internet. Land und Bund bezuschussen das Projekt mit insgesamt gut 180 Millionen Euro, die restlichen Kosten in Höhe von 20 Millionen Euro steuert der Main-Kinzig-Kreis bei. Es ist nach Angaben des Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann (CDU) das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte des Kreises.

Im Zusammenhang mit der Glasfaseroffensive gebe es jedoch immer noch viele Nachfragen und Missverständnisse, berichten Roth und Ottmann im Gespräch mit unserer Zeitung. In dem Frage- und Antwort-Artikel sollen einige Unklarheiten beseitigt werden:

Baut die Breitband GmbH das Glasfasernetz in allen Kommunen des Main-Kinzig-Kreises aus?

Nein. Die Breitband GmbH darf nur dort tätig werden, beziehungsweise ihr Glasfasernetz ausbauen, wo es keinen privaten Anbieter gibt. Das sind zumeist die ländlichen Gebiete im Main-Kinzig-Kreis, wo sich der Ausbau für die Privaten nicht lohnen würde. In den Kommunen Neuberg, Hammersbach, Ronneburg und Rodenbach befindet sich der private Anbieter Yplay in der Vorvermarktungsphase oder bereits im Ausbau. Auch im Westkreis können Bürger bereits das Kabelnetz von Vodafone nutzen. Hier kommt die Breitband GmbH nur in Einzelfällen zum Zuge.

Bietet die Breitband GmbH auch selbst Internet an.

Nein, die kreiseigene Tochter ist nur für die Infrastruktur zuständig. Durch eine Ausschreibung wurde für den Gigabit-Ausbau die Firma Vodafone als Partner ermittelt. Vodafone ist für die Dienste zuständig, also für Telefon, Internet und TV.

Gibt es mit Vodafone nur einen Anbieter?

Theoretisch ginge es auch über einen anderen Anbieter, da der Netzbetreiber gesetzlich dazu verpflichtet ist, das Netz ebenfalls für andere zu öffnen (Open Access). Inwiefern jedoch weitere Anbieter ein Interesse daran haben, sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch offen, sagt Simone Roth. Wer die Vorteile des Glasfaseranschlusses jetzt nutzen wolle, müssen bei Vodafone einen Vertrag abschließen. Dies habe auch noch einen Vorteil, so Ottmann: Das sogenannte Installationspaket ist bei Vodafone in der Vorvermarktungsphase kostenlos. In dem Paket sind enthalten: die Verlegung des Glasfaser-Kabels vom vorhandenen Übergabepunkt im Haus (HÜP) bis zur Glasfaser-Anschlussdose sowie die Installation (ggfs. Wandmontage) der Glasfaser-Anschlussdose und des Glasfaser-Netzabschlussgeräts (ONT), das maximal 1,5 Meter von der Glasfaser-Anschlussdose entfernt sein darf.

Möglich sei aber auch einfach den alten Vertrag und den alten Anschluss weiter zu nutzen und somit das frisch verlegte Glasfaserkabel erst einmal links liegen zu lassen. Man bekomme den Glasfaseranschluss völlig unabhängig davon, ob die Dienste eines Internetanbieters jetzt oder irgendwann in der Zukunft in Anspruch genommen werden.

Wer trägt die Kosten für den Glasfaserausbau für die Privathaushalt im Main-Kinzig-Kreis?

Dort, wo die Breitband Main-Kinzig GmbH ausbauen darf, wird dies komplett von Bund, Land und Kreis finanziert. Für die Bürger ist dieser Ausbau kostenlos, wenn man davon absieht, dass der Ausbau von ihren Steuergeldern bezahlt wird. Um das zu ermöglichen, kann die Breitband GmbH auf Fördergelder von Bund und Land zurückgreifen, die etwa 90 Prozent der Kosten tragen. Die restlichen 10 Prozent übernimmt der Main-Kinzig-Kreis. Auch im Nachgang entstehen den Bürgern keine Folgekosten.

Was muss man tun, um einen Glasfaseranschluss zu bekommen?

Damit der Glasfaseranschluss hergestellt werden kann, benötigt die Breitband GmbH das Einverständnis des Hauseigentümers. Dazu muss dieser die sogenannte Grundstückseigentümererklärung (GEE) ausfüllen. Dies kann man online über die Website der Breitband GmbH machen (breitmand-mkk.de). Auf der Website erfahren die Bürger übrigens schon im ersten Schritt, ob bei ihnen das Glasfasernetz ausgebaut wird.

Braucht man bei einem Zwei-Familien-Haus zwei Glasfaseranschlüsse?

Nein. Wenn es dieselbe Adresse ist, wird nur ein Glasfaseranschluss benötigt. Allerdings sind zwei Internet-Verträge beim Partnerunternehmen Vodafone notwendig. Zumindest dann, wenn beide Haushalte die Vorteile von Glasfaser auch direkt nutzen möchten.

Wenn in einem Mehrfamilienhaus nur ein einziger Mieter Interesse bekundet: Müssen dann die anderen auch einen Vertrag abschließen, damit Glasfaser angeschlossen werden kann?

Nein, ein Auftrag reicht, damit in der Wohnung des Interessenten schnelles Internet eingerichtet werden kann. Allerdings muss der Grundstückseigentümer oder im Zweifel die Eigentümerversammlung die Grundstückseigentümererklärung (GEE) ausfüllen und damit den Glasfaseranschluss bis ins Haus bestellen. Ohne GEE ist kein Glasfaseranschluss möglich, und ohne Glasfaseranschluss kann kein Internet-Vertrag bei Vodafone abgeschlossen werden.

Wann erhalten die Bürger ihren Glasfaseranschluss?

Das Projekt ist angelegt bis Ende 2026 – bis dahin sollen all diejenigen Privathäuser im Main-Kinzig-Kreis an das Glasfasernetz angeschlossen werden, die die Breitband GmbH nach den Förderkriterien anschließen darf. Wann konkret wo ausgebaut wird, hängt zum einen von logistischen Faktoren ab, aber auch davon, wie viele Grundstückseigentümererklärungen in einem Ort bislang abgegeben wurden. Orte, in denen die Quote hoch ist, kommen tendenziell früher dran – schließlich sollen die Straßen nur einmal aufgerissen werden. Ein genauer Zeitpunkt für den Glasfaserausbau kann also erst zu einem späteren Zeitpunkt genannt werden. Es könne sogar ein paar Jahre dauern, bis der Anschluss realisiert werde, sagt Ottmann. Die Bürger werden darüber informiert, sobald der Ausbaubeginn feststeht: Sie bekommen rechtzeitig ein Schreiben, in welchem Zeitfenster der Bau geplant ist und dass das zuständige Tiefbauunternehmen sich zur Abstimmung melden wird, ergänzt Roth.

Was ist, wenn die Adresse in der Datenbank nicht hinterlegt ist?

In diesem Fall kann man ebenfalls unter „www.breitband-mkk.de/gee/ ‚Adresse nicht dabei“ die Adresse mit den Kontaktdaten an die Breitband GmbH senden. „Wir kümmern uns darum“, so Simone Roth.

Kann man den Internetanschluss auch nachträglich legen lassen?

Im Prinzip schon, dann kostet er aber Geld. Der Glasfaseranschluss kann jetzt nur deshalb kostenlos angeboten werden, weil Bund, Land und Kreis die Finanzierung vollständig übernehmen – allerdings nur im Rahmen des Förderprojektes. Das bedeutet: Die Techniker können nur ein einziges Mal kostenlos an einen Ort kommen, um Glasfaser zu verlegen. Ein späterer Anschluss sei technisch weiterhin möglich, könne allerdings nicht mehr gefördert werden. Die Kosten belaufen sich dabei nach Erfahrungen der Breitband GmbH auf etwa 2000 bis 4000 Euro, je nachdem, wie einfach sich der Glasfaseranschluss bis ins Haus (FTTH) errichten lässt.

Warum kostet auch der Anschluss in einem Neubaugebiet Geld?

Der Gebäudeanschluss in einem Neubaugebiet ist – genau wie der Anschluss von Strom, Gas und Wasser – nicht förderfähig und muss teilweise von den Eigentümern getragen werden. Teilweise deshalb, weil der Main-Kinzig-Kreis und die Kommunen in der Regel einen großen Teil der Kosten übernehmen, um Neubaugebiete einerseits an Strom, Gas und Wasser, andererseits aber auch an das Breitbandnetz anzuschließen. Deshalb sind die Gebäudeanschlusskosten für Bauherren in einem Neubaugebiet zwar nicht kostenlos, aber nach Angaben von Roth und Ottmann um ein Vielfaches günstiger, als es bei einer Bestandsimmobilie normalerweise – also ohne Förderung – der Fall ist.

Was ist zu tun, wenn es bisher nur ein Grundstück, aber noch kein Gebäude gibt?

Es dürfen nur Gebäude angeschlossen werden, die zum Zeitpunkt des Ausbaus bereits stehen. Dazu gehören auch schon Rohbauten. Grundsätzlich gehen die Leitungen aber auch an Baulücken in den Bebauungen vorbei. Dort werden bereits prophylaktisch Abzweige installiert. Es gelte jedoch das Prinzip des Neubaugebiets, der Anschluss muss dann später vom Eigentümer bezahlt werden, so Ottmann. Er empfiehlt, beim Neubau unbedingt ein Leerrohr bis zum Gehweg mit zu verlegen, damit dann später das Glasfaserkabel dort ganz unkompliziert durchgeführt werden könne.

Besteht die Gefahr einer Doppelzahlung, wenn Glasfaser angeschlossen wird, während der Vertrag beim alten Anbieter noch läuft?

Nein. Zunächst einmal ist der Gigabitanschluss losgelöst von einem Vertrag mit dem Breitband-Partner Vodafone zu betrachten. Der Bürger bekommt den Anschluss völlig unabhängig davon, ob er die Dienste von Vodafone jetzt oder irgendwann in der Zukunft in Anspruch nehmen will oder nicht. Wer sich dazu entschließe, die Vorteile des Glasfaserkabels zu nutzen, benötige einen Vertrag mit Vodafone. Die Empfehlung von Winfried Ottmann: „Beauftragen Sie bei Abschluss des Vertrags auch gleich den Anbieterwechsel mit Rufnummernmitnahme. Dann stimmt Vodafone den Anschalttermin individuell mit Ihnen ab und kümmert sich um die Kündigung bei Ihrem bisherigen Anbieter. Sie zahlen dann also nicht doppelt.“

Welche Arbeiten übernimmt die Breitband GmbH genau?

Die Breitband Main-Kinzig GmbH lässt den kompletten Hausanschluss bis in das Gebäude (FTTH) herstellen. Dazu wird ein Tiefbauunternehmen beauftragt. Die notwendigen Arbeiten werden in verschiedenen Arbeitsschritten erfolgen. Beim Bürger wir gebaut – mit allen möglichen Konsequenzen.

Der Ablauf ist folgendermaßen: Nach der Beauftragung meldet sich das zuständige Tiefbauunternehmen vor Beginn der Arbeiten beim Eigentümer und stimmt unter anderem die folgenden Dinge mit ihm ab: Hauseinführungspunkt, Trassenverlauf auf dem Grundstück, Setzen der Abschlussbox. Wenn das alles geklärt ist, geht es los. Die Rohre werden gelegt, die Einführung anschließend wieder gas- und wasserdicht verschlossen. Danach kann die Glasfaser vom Verteiler in der Nähe des Gebäudes an der Straße bis in ins Gebäude eingeblasen und in der Box montiert werden. Ist das erledigt, dann ist der Glasfaseranschluss hergestellt. Das Tiefbauunternehmen verschließt nun sämtliche Oberflächen auf dem Grundstück und bittet um Abnahme.

Breitband Main-Kinzig steht Rede und Antwort

Informationsveranstaltung in Hasselroth zum Glasfaserausbau auch im Livestream

Noch in diesem Jahr startet die Breitband Main-Kinzig GmbH in Hasselroth mit dem Glasfaserausbau. Für alle Interessierten bietet die Kreistochter dazu eine Informationsveranstaltung an: Sie findet am Dienstag, 16. August, um 19 Uhr in die Friedrich-Hofacker-Halle (Taunusstraße 2, 63594 Hasselroth) statt. „Dort werden wir die Bürgerinnen und Bürger mit allen wichtigen Informationen beliefern. Zum Beispiel, wie man sich einen kostenlosen Glasfaseranschluss bestellt, in welchen Ortsteilen die Bagger zuerst anrollen und was nach den beendeten Ausbauarbeiten ansteht“, sagt Simone Roth, Geschäftsführerin der Breitband Main-Kinzig. Im Anschluss an die Vorstellung des Projektes haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen.

Auf Wunsch zahlreicher Bürgerinnen und Bürger wird die Veranstaltung auch live übertragen. Der Livestream läuft am Dienstag unter: https://www.breitband-mkk.de/livestream/

Neben Vertretern von Breitband Main-Kinzig, Politik und Vodafone wird auch Bürgermeister Matthias Pfeifer vor Ort sein. Er legt jedem nahe, die Informationsveranstaltung wahrzunehmen: „Eine offene und transparente Kommunikation ist enorm wichtig. Deshalb appelliere ich an die Bürgerinnen und Bürger, sich zu informieren und sich schon heute für die digitale Zukunft Hasselroths zu rüsten.“ Simone Roth betont abschließend: „Selbstverständlich nehmen wir auch vor Ort Glasfaser-Bestellungen entgegen.“ Wer sich schon vor der Veranstaltung den kostenlosen Gigabit-Anschluss sichern möchte, kann die sogenannte Grundstückseigentümererklärung (GEE) auch online unter www.breitband-mkk.de abgeben.

Bürgermeister Matthias Pfeifer freut sich auf eine rege Teilnahme an der Veranstaltung in Hasselroth

Bürgermeister Matthias Pfeifer freut sich auf eine rege Teilnahme an der Veranstaltung in Hasselroth

„Wir stillen den Hunger nach schnellem Internet“

Breitband Main-Kinzig schließt Gewerbegebiet in Rodenbach erfolgreich an Glasfaser-Netz an

Bereits seit 2019 versorgt die Breitband Main-Kinzig GmbH Unternehmen in den Gewerbegebieten des Main-Kinzig-Kreises mit Glasfaser bis ins Gebäude (FTTH). Insgesamt wurden durch das Tochterunternehmen des Kreises schon 140 Gewerbegebiete an das Highspeed-Netz angeschlossen – dazu zählt jetzt auch die Industriestraße in Rodenbach. Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth sagt: „Wir stellen mit unserem Ausbau die Weichen für eine digitale Zukunft. Mit einem Glasfaseranschluss haben die Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.“

Rodenbachs Bürgermeister Klaus Schejna freut sich über den erfolgreichen Anschluss: „Es sollte heutzutage eine Selbstverständlichkeit sein, schnell und störfrei im Internet zu surfen. Wie schön, dass das die Breitband Main-Kinzig erkannt hat und unsere Unternehmen in Rodenbach jetzt vom Ausbau profitieren.“ Dank der Fördermittel von Bund, Land und Kreis sind Glasfaseranschlüsse für die Unternehmen des Main-Kinzig-Kreises kostenfrei.

Um an das Highspeed-Netz angeschlossen zu werden, müssen die Firmen bei der Breitband Main-Kinzig lediglich einen sogenannten Gestattungsvertrag einreichen. In Rodenbach haben das 54 Prozent aller im Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen getan. Winfried Ottmann, Kreisbeigeordneter und Aufsichtsratsvorsitzender der Breitband, sagt dazu: „Ich lege es jedem Unternehmen ans Herz, sich die optimalen Bedingungen zum Leben und Arbeiten in den Betrieb zu holen.“

Die Chance, kostenfrei an das Gigabit-Netz angeschlossen zu werden, haben jetzt noch Unternehmen der Gewerbegebiete in Hammersbach, Bruchköbel, Langenselbold, Neuberg und Erlensee. „Das sind die Gebiete, die wir bis Herbst 2022 noch mit Glasfaser versorgen werden“, sagt Simone Roth. Ist der Bau erst mal beendet, kostet der Anschluss Geld. Deshalb macht Landrat Thorsten Stolz deutlich: „Der Hunger nach schnellem Internet wird in den nächsten Jahren noch zunehmen. Und wir sind dafür da, um ihn im Main-Kinzig-Kreis zu stillen. Diese Chance sollte jeder nutzen.“

Und wie geht es in Rodenbach weiter? „Jetzt ist Vodafone an der Reihe“, sagt Simone Roth. Zur Erläuterung: Wenn die Breitband Main-Kinzig ihre Bauarbeiten beendet hat, dann muss ein Telekommunikationsunternehmen die Anschlüsse schalten und in Betrieb nehmen. Hier ist Vodafone der Partner der Kreistochter. „Wir haben noch einige Aufgaben zu erledigen, dann können ab Anfang Oktober die Unternehmen in Rodenbach Internetgeschwindigkeiten von mindestens ein Gigabit pro Sekunde nutzen“, erläutert Vodafone-Projektleiter Mathias Faubel.

Neben dem Glasfaserausbau in den Gewerbegebieten wird die Breitband Main-Kinzig auch Privathaushalte mit superschnellem Internet versorgen. Mit dem Projekt „Einmal GIGABITte“ möchte die Breitband bis 2026 bis zu 80.000 Haushalte im Main-Kinzig-Kreis mit einem Anschluss versorgen. Winfried Ottmann erinnert: „Mit Glasfaser ist man optimal für die Zukunft gerüstet.“

Nidderau-Windecken ist der erste Ortsteil, in dem Glasfaserkabel bis in die Häuser verlegt werden. Wer einen kostenlosen Anschluss haben möchte, muss auf www.breitband-mkk.de/gee eine sogenannte Grundstückseigentümererklärung (GEE) abgeben. Laut Thorsten Stolz sollte das jeder tun: „Nutzen Sie die Chance auf einen kostenlosen Anschluss“, appelliert der Landrat. „Wir sind hessenweit der einzige Kreis, der den Glasfaserausbau eigenverantwortlich in die Hand nimmt. Denn wir sind uns sicher, dass die Bürgerinnen und Bürger langfristig davon profitieren werden.“

Sie freuen sich über den erfolgreichen Anschluss des Gewerbegebiets an das Glasfaser-Netz (von links): Mathias Faubel, Simone Roth, Klaus Schejna, Winfried Ottmann und Thorsten Stolz.

„Eine Erfolgsgeschichte für den Main-Kinzig-Kreis“

Breitband Main-Kinzig feiert Glasfaser-Baustart in Nidderau-Windecken

Jetzt geht es so richtig los mit dem Glasfaserausbau im Main-Kinzig-Kreis: Nidderau-Windecken ist der erste Ortsteil, der von der Breitband Main-Kinzig GmbH mit superschnellem Internet versorgt wird. Landrat Thorsten Stolz, Kreisbeigeordneter und Aufsichtsratsvorsitzender der Breitband Winfried Ottmann, Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth, Nidderaus Bürgermeister Andreas Bär sowie weitere Leiter und Akteure des Projektes „Einmal GIGABITte“ feierten den Start der Bauarbeiten am Dienstag beim offiziellen Spatenstich.

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass die Breitband Main-Kinzig bei uns in Nidderau mit den Ausbauarbeiten startet“, so Bürgermeister Andreas Bär. „Nach Gesprächen mit verschiedenen Unternehmen haben wir uns bewusst dafür entschieden, mit dem Tochterunternehmen des Kreises zusammenzuarbeiten. So liegt das Netz in öffentlicher Hand.“ Zur Erläuterung: Die Breitband Main-Kinzig ist ein kreiseigenes Unternehmen, das bis 2026 den Main-Kinzig-Kreis flächendeckend mit gigabitfähigem Internet ausstatten möchte. Durch den Ausbau können alle, die sich einen Anschluss bestellt haben und bei denen förderrechtlich ausgebaut werden darf, bald mit Internetgeschwindigkeiten von mindestens einem Gigabit pro Sekunde surfen. „Das wird eine Erfolgsgeschichte für den Main-Kinzig-Kreis“, sagte Winfried Ottmann.

Der Glasfaseranschluss ist für die Bürgerinnen und Bürger komplett kostenlos. Das liegt an den Fördermitteln, die Bund, Land und Kreis in das Projekt investieren. „Wir sind hessenweit der einzige Kreis, der eigenverantwortlich jeden, der möchte, mit Glasfaser versorgt. Nutzen Sie also die Chance, und bestellen Sie sich den kostenlosen Glasfaseranschluss“, appelliert Landrat Thorsten Stolz. In Nidderau-Windecken haben bereits knapp 62 Prozent der förderrechtlich anschlussfähigen Gebäude Glasfaser bei der Breitband Main-Kinzig beantragt. „Dafür mussten sie mit einer sogenannten Grundstückseigentümererklärung nur einwilligen, dass wir bei ihnen ausbauen dürfen. Eine Grundstückseigentümererkärung kann am einfachsten auf unserer Homepage eingereicht werden“, sagt Simone Roth.

Insgesamt soll der Bau in Nidderau-Windecken etwa 14 Wochen dauern. „Einschränkungen soll es keine geben“, betont Andreas Bär. „Alle Straßen werden normal befahrbar sein. Das Tiefbauunternehmen wird lediglich halbseitig Gehwege sperren.“ Dass die Bürgersteige aufgegraben werden, nutzt die Stadt Nidderau sogar direkt für eine Sanierung dieser: „Warum nicht die Gelegenheit und damit Synergieeffekte nutzen? Daher nehmen wir als Stadt noch mal eigenständig Geld in die Hand und erneuern einige Gehwege. Das ist für uns als Stadt günstiger als eigenständige Gehwegarbeiten.“

Zuerst rollen die Bagger übrigens am „Dresdener Ring“ in Nidderau-Windecken. Dann arbeitet sich das zuständige Tiefbauunternehmen Imitel von Straße zu Straße. „Wir rufen noch einmal alle dazu auf, sich den Glasfaseranschluss jetzt noch vor Baustart zu bestellen. Sind die Bauarbeiten erst beendet, dann ist ein kostenloser Anschluss nicht mehr möglich“, sagte Simone Roth.

Und wie geht es nach den 14 Wochen für die Bürgerinnen und Bürger in Nidderau-Windecken weiter? „Unser Partner Vodafone kümmert sich nach beendetem Bau um die Anbindung der Dienste wie Telefon, Internet und TV“, sagt Roth. Die Breitband-Geschäftführerin betont aber noch einmal, „dass es nicht verpflichtend ist, einen Vertrag mit Vodafone abzuschließen. Das Netz ist auch für andere Netzbetreiber offen. Es bleibt nur abzuwarten, wann diese ihre Dienste anbieten.“

Nach beendeten Bauarbeiten in Nidderau-Windecken rollen die Bagger weiter Richtung Heldenbergen, Ostheim, Eichen, Erbstadt und dann in die restlichen Teile von Ostheim. Abschließend sagt Winfried Ottmann: „Ich lege es jedem Nidderauer ans Herz, sich Glasfaser ins Haus legen zu lassen. Schnelles Internet wird nicht nur die Zukunft des Main-Kinzig-Kreises, sondern die Zukunft Deutschlands sein.“

Sie feiern den Glasfaser-Baustart in Nidderau-Windecken (von links): Simone Roth, Winfried Ottmann, Thorsten Stolz, Andreas Bär, Christian Fütz, Joachim Peter, Conrad Vellvé Refecas, Günter Frenz und Rainer Vogel.