Aufsichtsrat der Breitband Main-Kinzig GmbH nimmt Arbeit auf

Aufsichtsrat der Breitband Main-Kinzig GmbH nimmt Arbeit auf

Am Mittwoch, 23. Mai, hat sich der Aufsichtsrat der Breitband Main-Kinzig GmbH konstituiert und die ersten konkreten Beschlüsse zum Ausbau des Glasfasernetzes gefasst. Denn in der fast dreistündigen Sitzung ging es neben den vorgeschriebenen Formalien vor allem um die nächsten Schritte zur flächendecken Versorgung mit schnellem Internet.

Bereits am Tag nach der Sitzung wurde die Ausschreibung für den künftigen Internetanbieter europaweit veröffentlicht. „Es ist vorgesehen, dass wir im September über den künftigen Partner entscheiden“, sagt Landrat Erich Pipa. Damit verknüpft sind wesentliche Rahmenbedingungen und Synergiepotentiale für die baulichen Tätigkeiten.

Wie Pipa bestätigt, sollen schon im Herbst die ersten Kabel verlegt werden. Dazu sind in einer Pilotphase mehrere Standorte vorgesehen. Insgesamt sind für das komplette Projekt und die Verlegung von rund 650 Kilometern Glasfaserkabel rund drei Jahre Bauzeit geplant. Das Investitionsvolumen ist im Wirtschaftsplan auf etwa 51 Millionen Euro beziffert.

„Wir haben konservativ gerechnet und alle Angaben und Fakten mehrfach geprüft und kontrolliert“, macht Pipa deutlich. Das habe auch zu einer zügigen und reibungslosen Zusammenarbeit mit den Genehmigungsbehörden geführt. Inzwischen habe das Vorhaben des Main-Kinzig-Kreises in seiner Ausgestaltung und Größenordnung sogar eine gewisse Vorbildfunktion erreicht.

Der Landrat ist überzeugt, dass hohe Tempo auch in den kommenden Monaten beibehalten zu können. „Unsere Partner im fachlichen und juristischen Bereich leisten hervorragende Arbeit und auch die Kommunen ziehen beeindruckend mit“, betont Pipa. Schon über 220 Baumaßnahmen wurden aus den Städten und Gemeinden registriert. Daraus haben sich in rund 100 Fällen positive Effekte und Synergien für den Breitbandausbau ergeben. Diese Verknüpfungen könnten den Investitionsbedarf noch einmal deutlich reduzieren.

Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an dem Thema sei ungebrochen hoch. Täglich gingen mehrere Anfragen und Mitteilungen bei den verantwortlichen Stellen ein. „Diese Begeisterung ist unsere Motivation, möglichst bald den rund 184.000 Haushalte einen Zugang zu den superschnellen Datenleitungen zu ermöglichen“, sagt Pipa. Und dabei gehe es auch um den Wirtschafts- und Bildungsstandort Main-Kinzig, denn profitieren sollen neben den privaten Nutzern vor allem die Unternehmen und Betriebe sowie die Schulen.

Um dieses größte Infrastruktur des Main-Kinzig-Kreises in der entscheidenden Phase mit Nachdruck voranzubringen, soll noch im Sommer ein hauptberuflicher Geschäftsführer gefunden werden. Die entsprechende Ausschreibung wird im Juni veröffentlicht, wie Pipa in der Aufsichtsratssitzung mitteilte. Bisher lag der Aufbau der Gesellschaft in den Händen von Susanne Simmler, Leiterin des Amtes für Wirtschaft und Arbeit, Kultur, Sport und Tourismus, die diese Herausforderung – neben ihren anderen Tätigkeiten – glänzend bewältigt habe.

Mitglieder im Aufsichtsrat sind: Landrat Pipa (Vorsitzender), Klaus Schejna (SPD/Kreistag), Mario Dönges (SPD/Kreistag), Michael Reul (CDU/Kreistag), Dr. Karl Heinz Dehler (CDU/Kreisausschuss), Angelika Gunkel (Bündnis 90/Grüne, Kreistag), Heinz Breitenbach (FW/Kreistag), Dr. Gunther Quidde (IHK), Walter Ebert (Handwerkerschaft), Fiedhelm Engel (Vors. d. Bürgermeisterversammlung).

Foto (von links): Mario Dönges, Dr. Karl-Heinz Dehler, Dr. Gunther Quidde, Landrat Erich Pipa Klaus Schejna, Walter Ebert, Heinz Breitenbach.