Breitbandausbau: Sechs Unternehmen bewerben sich als Betreiber

Sechs Unternehmen haben sich auf die Ausschreibung der Breitband Main-Kinzig GmbH beworben, um die Bürgerinnen und Bürger des Kreises als Dienstleister mit schnellem Internet zu versorgen. Für Landrat Erich Pipa ist die Zahl und Qualität der Bewerber „ein weiterer Beleg dafür, dass unser Konzept stimmt und unser Plan aufgehen wird“.

Zur Erinnerung: Eine Versorgung mit 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s), mindestens aber 25 Megabit, ist das von Landrat Erich Pipa vorgegebene Ziel. Dazu hatte der Kreis, nachdem europaweit das Marktversagen festgestellt war, im Frühjahr die Breitband Main-Kinzig GmbH gegründet. Auftrag der Gesellschaft ist es, für die entsprechende Infrastruktur der Breitbandverbindung zu sorgen. „Die Hauptaufgabe der Breitband Main-Kinzig GmbH ist es, die Glasfaserkabel in alle Ortsteile der Kommunen des Kreises zu verlegen“, macht Landrat Pipa deutlich. Insgesamt gehen die Planungen von einem Leitungsnetz mit 657 Kilometern Länge aus. Über diese schnellen Kanäle werden dann 1.629 Kabelverzweiger der örtlichen Telefonnetze angesteuert. 184.000 Haushalte im Main-Kinzig-Kreis gilt es versorgen zu können.

Als Netzanbieter wird der Kreis dann aber nicht auftreten, sondern das Netz an einen Anbieter verpachten. Auf diese Ausschreibung, deren Frist gestern endete, haben sich nun sechs Firmen beworben, die ein großes Interesse daran haben, im Main-Kinzig-Kreis als Telekommunikationsanbieter tätig zu werden. „Alle diese Firmen haben in anderen Regionen der Bundesrepublik bereits mehrfach erfolgreich unter Beweis gestellt, dass sie dieser Herausforderung gewachsen sind“, freut sich Pipa. In den kommenden Wochen gehe es nun darum, die Verhandlungen zu vertiefen und bis Anfang September einen der Anbieter als Partner für die künftigen Aufgaben auszuwählen. Im weiteren Verlauf sollen dann bereits im Spätherbst die ersten Bagger rollen, um die ersten Ortsteile im Kreis mit dem schnellen Glasfaserkabel zu versorgen.

Auch auf die ausgeschriebene Stelle des Geschäftsführers der Breitband Main-Kinzig GmbH habe es mehr als 70 Bewerbungen gegeben, berichtet der Landrat. Derzeit laufe das Auswahlverfahren. Am 29. August will der Landrat dem Aufsichtsrat der Breitband Main-Kinzig GmbH mehrere geeignete Kandidaten zur Auswahl vorstellen. Bereits vor vier Wochen hätten außerdem sehr konstruktive Gespräche mit der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen in Wiesbaden stattgefunden. „Die Vertreter der WI-Bank sind von unserem Konzept überzeugt“, berichtet Pipa. In den nächsten Wochen soll die abschließende Finanzierung endgültig geklärt werden.

„Unser Plan geht auf“, unterstreicht Pipa. Mittlerweile seien nahezu alle Hürden genommen, die Detailplanungen seien weit fortgeschritten, die Zusammenarbeit mit den allermeisten Kommunen verlaufe vorbildlich. „Es ziehen alle an einem Strang, weil alle wissen, wie wichtig schnelles Internet für die jeweiligen Städte und Gemeinden ist“, resümiert der Landrat. Er sei überzeugt davon, dass die Breitbandversorgung im Kreis eine Erfolgsgeschichte werde, die anschließend Nachahmer in ganz Hessen finden werde.