Ausbau des schnellen Glasfasernetzes im Main-Kinzig-Kreis rückt immer näher

Landrat stellt Dienstleister und Geschäftsführer vor: Pionierleistung

Auf dem Weg zum flächendeckenden Ausbau der Breitbandversorgung im Main-Kinzig-Kreis wurde nun ein weiterer wichtiger Schritt vollzogen. Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung konnte jetzt ein leistungsfähiger Internetanbieter gefunden werden, der seine Dienste künftig allen Haushalten in den 29 Städten und Gemeinden anbietet. Am kommenden Mittwoch, 19. September, 15 Uhr, wird das Unternehmen im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Main-Kinzig-Kreis hatte für den möglichen Dienstleister klare Bedingungen und Ansprüche formuliert, um am Ende eine flächendeckende Anbindung an diese bedeutende Zukunftstechnologie zu erreichen. „Mit unserem Konzept sind wir der erste Landkreis in Deutschland, der sich so konsequent und nachhaltig für den Ausbau der digitalen Infrastruktur einsetzt“, sagt Landrat Erich Pipa.

Aus diesem Grund werde das Projekt auch von vielen Seiten aufmerksam beobachtet. Schließlich musste der Main-Kinzig-Kreis als kommunaler Pionier auf diesem Gebiet zahlreiche bürokratische Hürden überwinden und möglichen Fallstricken aus dem Weg gehen. Den Anfang bildete im Herbst vergangenen Jahres eine Analyse, um das erlebte Marktversagen auch offiziell zu bestätigen. „Seit diesen Tagen sind hier viele kompetente und engagierte Menschen mit Hochdruck am Werk, um aus der Idee einen sichtbaren Erfolg zu gestalten“, betont Pipa.

In ein paar Wochen wird ein neuer Geschäftsführer das Projekt federführend übernehmen. Auch er wird am Mittwoch erstmals öffentlich vorgestellt. Noch im Oktober soll dann der tatsächliche Ausbau des Glasfasernetzes konkret beginnen. Vor diesem nächsten Meilenstein sind allerdings noch ein paar planerische Vorbereitungen zu erledigen.

Danach geht es dann rund im Main-Kinzig-Kreis: Innerhalb von drei Jahren soll ein Glasfasernetz von rund 675 Kilometern verlegt werden. Über diese schnellen Kanäle werden dann etwa 1.600 Kabelverzweiger der örtlichen Telefonnetze angesteuert, um allen Haushalten, Unternehmen und Betrieben schnelle Übertragungsraten von 25 bis 50 Megabit pro Sekunde zu ermöglichen. Aktuell können Wirtschaftsunternehmen und private Internetnutzern in den meisten Städten und Gemeinden nur auf einen Bruchteil der angestrebten Kapazitäten zugreifen.